Touren-Wegweiser für Radfahren, Wandern und Autoreisen

Touren-Wegweiser

Auf dieser Seite:

Norwegen, Radweg 1-5, Küstenweg, Bodø - Tromsø


Abschnitt:

Moskenes - Flakstad

Ramberg, Lofoten
Bild: Blick von Fredvang nach Ramberg (rechts) und Vikten (Bildmitte)
Flakstad, Lofoten
Bild: Wundervoller Sandstrand bei Flakstad

Einführung

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 37 Kilometer langen Abschnitt eines Radweges durch Norwegen von Moskenes auf den Lofoten über die E15 nach Flakstad. Er ist Teil einer Radtour von Bodø nach Tromsø. Eine Übersicht zu allen Seiten der Radtour ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour von Moskenes nach Flakstad

Eurovelo 1Norwegischer Radweg 1Unsere Wegeführung ist identisch mit der norwegischen Nationalen Fahrradroute 1 (Kystruta) und dem Eurovelo 1 (Atlantic Route).

Auf dieser recht kurzen Etappe radeln wir ausschließlich auf der Europastraße 10.

Die nächste Ortschaft nördlich von Moskenes ist Reine. Es bleibt nur wenig Raum zwischen dem Meer und den steil aufragenden Bergen. Vor Reine geht die E10 in den 400 Meter langen Ramsviktunnel, Radfahrer können ihn bequem auf der alten Straße umfahren. Ein schmaler Weg zweigt unmittelbar vor dem Tunneleingang rechts ab und geht nach wenigen Metern in die alte geteerte Straße über.

Hinter dem Ramsviktunnel erreichen wir auch schon die Ortschaft Reine. Sie liegt phantastisch auf mehreren kleinen, eine Kette bildenden Inseln, über die die Europastraße geführt ist. Auf der Inlandseite liegt der Reinefjord, von dem wiederum vier Fjorde wie die Finger einer Hand abzweigen und bis fast auf die Westseite der Insel reichen. Reine präsentiert sich in seinem kleinen Zentrum sehr touristisch mit Cafés und Restaurants.

Es werden verschiedene Bootstouren angeboten. Wanderer können den nahen Reinebringen ersteigen. Der mühsame Anstieg über zahlreiche hohe Treppenstufen und zum Schluss noch 50 steile rutschige Höhenmeter wird mit einem tollen Ausblick belohnt. In unmittelbarer Nähe zum Abzweig von der E10 ins Zentrum von Reine beginnt der Aufstieg auf den Reinebringen.

Die nur aus Fels bestehenden Berge erreichen hier eine Höhe von bis zu 860 Metern. auch im Sommer liegt in den schattigen Hängen noch Schnee. Etwa 2,5 Kilometer nördlich von Reine fallen die Berge so steil ins Wasser, dass die Straße durch zwei längere Tunnel geführt werden musste. Der erste Tunnel ist der 1461 Meter lange Hamnøytunnel. Radfahrer können und sollten ihn auf der alten einspurigen, für den motorisierten Verkehr gesperrten Straße entlang des Meeres umgehen.

Zwischen den Tunneln wurde die Straße inzwischen durch mehrere Galerien vor herabfallenden Steinen geschützt. Nach den Galerien folgt der 1641 Meter lange Fjøsdalentunnel. Auch dieser Tunnel kann von Radfahrern auf der alten Straße umgangen werden. Während der Umfahrung bietet sich ein schöner Blick auf den Ort Sund. Er liegt auf der anderen Seite einer Meerenge auf einer Halbinsel unterhalb des steil aufranden 432 Meter hohen Berges Sundmannen.

Wir queren den Kåkersund auf einer Brücke zur Insel Flakstadøya. Die E10 führt uns nun erstmals auf die Westseite der Inselkette. Nach kurzer Fahrt geht es entlang des wie ein See wirkenden Selfjord. Auch er ist von einem imposanten Bergpanorama eingeschlossen. Sichtbar wird es eher in Gegenrichtung. Daher solltet ihr auf einem der zahlreichen kleinen Parkplätze stoppen und den Blick in Richtung Süden genießen.

Wenn die E10 einen scharfen Knick nach rechts macht, haben wir den breiten Flakstadfjord an der Westküste erreicht. Eine schmale Straße zweigt nach Nordwesten zum Ort Fredvang ab und quert den Eingang in den Selfjord auf zwei hohen schmalen Brücken. In der Nähe des etwa zwei Kilometer von der E10 entfernten Ortes Fredvang liegt der Campingplatz Fredvang auf einem ebenen Gelände unmittelbar am Meer (siehe Streckenübersicht). Er besteht aus einer riesigen Wiese mit Zugang zu blendendweißen, feinen Sandstränden und einfachen Sanitäranlagen. Ein wunderbarer Platz, um ein paar Ruhetage zu verbringen und bei schönem Wetter sogar ein erfrischendes Bad im Polarmeer zu wagen.

Camping Fredvang
Bild: Camping Fredvang

Im Umfeld von Fredvang könnt ihr mehrere interessante Wanderungen unternehmen, die weiter unten auf dieser Seite beschrieben sind.

Wir folgen weiter der E10 nach Norden und erreichen nach nur 2 Kilometern den Abzweig einer Stichstraße nach Austre Nesland. Von dort könnt ihr eine schöne Wanderung entlang der Küste nach Nusfjord unternehmen (siehe unten Wanderung von Austre Nesland nach Nusfjord).

Nicht weit hinter dem Abzweig der Straße nach Austre Nesland erreichen wir den etwas größeren Ort Ramberg. Hier gibt es einen kleinen Supermarkt und den Ramberg Gjestegard mit Campingplatz, Hütten und Restaurant (siehe Streckenübersicht). Der Platz hat nicht so eine schöne Lage wie Fredvang und Flakstad und ist für Reisende ohne Zelt oder bei schlechtem Wetter interessant.

Kurz hinter Ramberg liegt der Weiler Flakstad mit einer schönen alten Holzkirche und dem Skagen Camping (siehe Streckenübersicht) unmittelbar am Meer mit schönem, riesigen Sandstrand und Hütten. Der Zeltplatz liegt sehr schön mitten in einer Wiese mit einem tollen Blick auf das offene Meer.

Über Unterkünfte entlang der Route informiert die Streckenübersicht.

Karte Lofoten von Moskenes nach Flakstad
Bild: Karte zum Radweg von Moskenes nach Flakstad
Bild: Galerien schützen nördlich von Reine die E10 vor Steinschlag
Bild: Galerien schützen nördlich von Reine die E10 vor Steinschlag
Reine, Lofoten
Bild: Reine
Bild: Reine mit dem Aussichtsberg Reinebringen
Bild: Das touristische Zentrum von Reine mit dem Aussichtsberg Reinebringen
Reine, Lofoten
Bild: Reine
Bild: Blick über den Selfjord in Richtung Süden
Bild: Blick über den Selfjord in Richtung Süden
Flakstad Camping, Lofoten
Bild: Flakstad Camping
Höhenprofil Moskenes-Flakstad
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Moskenes nach Flakstad

Höhenprofil der Radtour

Auf der Strecke von Meknes nach Flakstad sind die Höhendifferenzen kaum spürbar. Das Höhenprofil oben zeigt in der Hauptsache ein leichtes Auf und Ab zwischen 10 und 20 Höhenmetern.

Bild: Südlicher Sandstrand der Kvalvika mit dem Aussichtsberg Ryten
Bild: Südlicher Sandstrand der Kvalvika mit dem Aussichtsberg Ryten

Wanderungen im Umfeld von Fredvang

Um Umfeld von Fredvang könnt ihr drei lohnende Wanderungen unternehmen. Alle Touren sind inzwischen sehr bekannt und beliebt. Zur Hauptsaison ist dort entsprechend viel los. Auf den wenigen Parkplätzen am Beginn der Trails ist während der Hauptsaison nur mit Glück ein freier Platz zu bekommen. Inzwischen bieten Bauern Parkplätze auf ihren Wiesen gegen entsprechende Gebühren an. Touren-Radfahrer können entweder den Campingplatz Fredvang als Stützpunkt für Ausflüge nehmen oder ihr Rad mit Gepäck bei einem der Bauern abstellen. Denn alle Touren erfordern eine Anfahrt vom Zentrum Fredvang über mehrere Kilometer auf geteerten Sträßchen.

Wanderung zur Bucht Kvalvika

Kvalvika ist eine auf der Insel Flakstadøya nach Westen ausgerichtete Meeresbucht mit einem großen Sandstrand, eingerahmt von steil aufragenden Bergen.

Beliebt ist die Bucht auch zur Beobachtung von Sonnenuntergängen. Zu diesem Zweck wird auch häufig in der Kvalvika gezeltet. Während einer unserer Wanderungen zählten wir 20 Zelte.

Zur Bucht führen drei Wege, die ihr - unter Einbezug der Straße zu Rundwegen kombinieren könnt.

Von der Ortschaft Fredvang folgen wir einer schmalen Straße Teerstraße Richtung Südwesten.

Nach 1,8 Kilometer erreicht ihr den ersten von drei Einstiegen zur Kvalvika. Dieser erste ist für Wanderer interessant, die den Aussichtsberg Ryten besteigen wollen (siehe unten). Von einem Sattel vor dem Ryten könnt ihr zur Kvalvika absteigen und auf diese Art den Aussichtsberg mit einer Rundwanderung zur Kvalvika kombinieren.

Nach 5,5 Kilometer ab Fedvang erreicht ihr den zweiten Wanderweg zur Kvalvika, erkennbar an einem kleinen Parkplatz und Hinweisschildern. Dies ist der kürzeste und leichteste Weg zur Bucht. Wer eine Rundwanderung über den Ryten unternimmt, kommt hier in der Regel zurück.

Der dritte Weg zur Kvalvika beginnt 7,5 Kilometer hinter Fredvang. Zuvor teilt sich die Teerstraße, ihr biegt rechts ab und erreicht bei einigen Bauernhöfen den Einstieg in den Pfad.

Um den Strand von der Sonne angestrahlt sehen zu können, empfielt es sich, ungefähr zur Mittagszeit, spätestens bis etwa 15 Uhr am Strand oder auf dem Ryten zu sein. Ansonsten liegt der Strand noch oder schon wieder im Schatten der umgebenden Berge. Erst gegen Abend scheint die Sonne wieder von Westen auf den Strand.

Wir beschreiben nun kurz eine Rundwanderung beginnend vom dritten Einstieg (7,5 Kilometer ab Fredvang) zum mittleren Ein-/Ausstieg,

Bild: Felsige Abschnitte auf dem südlichen Weg zur Kvalvika
Bild: Felsige Abschnitte auf dem südlichen Weg zur Kvalvika

Der dritte Pfad ist unseres Erachtens der beschwerlichste: 4 Kilometer, ca. 2 Stunden Gehzeit bis Kvalvika. Er bietet sumpfige Stellen, einige kurze Abschnitte durch dichten Birkenwald und von Felsblöcken bedeckte Wegstücke. Den Weg zur Bucht könnt ihr kaum verfehlen, er ist gut ausgetreten und teilweise markiert. Sumpfige Abschnitte sind teils mit Holzbohlen belegt. Durch die vielen Wanderer bilden sich jedoch immer neue sumpfige Stücke, die noch nicht mit Bohlen überbrückt sind. Dort verzweigt sich der Weg durch die Suche der Wanderer nach einer trockenen Umgehung des Schlamms. Nicht immer könnt ihr dem Matsch ausweichen.

Bild: Sumpfige Abschnitte auf dem südlichen Weg zur Kvalvika
Bild: Matschige Abschnitte auf dem südlichen Weg zur Kvalvika

Die felsigen Abschnitte erfordern kein Klettern, machen den Weg jedoch sehr beschwerlich. Ihr kommt an drei Seen vorbei, die beiden ersten, der Margotvatnet und insbesondere der Ågotvatnet, werden sehr schön von den Bergen eingerahmt. Zwischen den beiden Seen liegt eine offene Hütte, die Schutz vor Unwetter bietet. Beim Ågotvatnet ist das nach Kvalvika hinüber führende Tal sehr eng, hier geht ihr über bzw. zwischen größeren Felsblöcken an steil vom Seeufer aufragenden Bergflanken entlang. Nicht weit hinter dem Ågotvatnet ist die Passhöhe (112 Meter über Meeresniveau) erreicht und es geht hinab zur Bucht Kvalvika.

Während des einfachen Abstiegs durch Wiesen bekommt ihr den ersten Blick auf den weiten Sandstrand der Bucht. Links liegt zwischen Wiese der See Kvalvikvatnet. Vom See fließt ein kleiner Bach ins Meer, der sich gut zur zur Versorgung mit Trinkwasser eignet. Allerdings versickert der Bach auf seinem Weg zum Meer und kommt erst zwischen den Felsblöcken am Sandstrand wieder an die Oberfläche. Dort könnt ihr gut Wasser schöpfen.

Die Kvalvika teilt sich in einen nördlichen und einen südlichen Sandstrand. Auf unserer Rundwanderung erreichen wir zunächst den südlichen Strand. Er wird südwestlich von einem fast senkrecht 600 Meter hoch aufragenden Felsklotz begrenzt. Er verursacht auch die längere Schattenperiode am Nachmittag. Wir empfehlen daher, am nördlichen Sandstrand zu zelten und dadurch die Schattenperiode am südlichen Strand zu vermeiden. Im Juli steht die Sonne vielleicht hoch genug um auch am Nachmittag den Strand ausleuchten zu können.

Zwischen den beiden Stränden erstreckt sich ein felsiger Abschnitt. Der den Strand nach Südosten begrenzende Berg fällt hier bis ins Meer ab. Der steile Wiesenhang des Berges wird zwischen den Stränden von Felsen unterbrochen. Es gibt drei Pfade durch den Steilhang. Empfehlenswert ist nur der oberste. Der untere Pfad verläuft fast auf Meereshöhe und erfodert an einer Stelle die Nutzung einer Kette, an der ihr euch ca. 1,50 Meter senkrecht ablassen müsst. Der mittlere Pfad geht über eine schräge Felsplatte mit einer schmalen, etwa 1,50 Meter langen Rinne in der Mitte, über die ihr balancieren müsst. Während unserer Begehung lief Wasser über den Felsen, was uns zu rutschig war. Der oberste Weg ist der zumutbarste. Er war am wenigsten begangen und daher nicht gut ausgetreten, der Einstieg in den Pfad mithin nicht so gut erkennbar. Auch dieser Pfad wird von einer Passage mit einer Kette unterbrochen, die jedoch relativ einfach und gefahrlos zu meistern ist. Im Anschluss folgen noch einige felsige Abschnitte mit Felsplatten. Eine Felsplatte ist mit einem Seil gesichert. Vorsicht auf den Felsen bei Nässe, dann lieber umkehren!

Bucht Kalvika, Lofoten
Bild: Wanderung zur Bucht Kvalvika (braune Linie)
Fredvang
Bild: Fredvang
Bucht Kalvika, Lofoten
Bild: Bucht Kvalvika
Bild: Ein Seil überspannt bei Nässe glatte Felsplatten zwischen dem südlichen und nördlichen Strand der Kvalvik
Bild: Ein Seil überspannt bei Nässe glatte Felsplatten zwischen dem südlichen und nördlichen Strand der Kvalvika
Bild: Nördlicher Strand der Kvalvika
Bild: Nördlicher Strand der Kvalvika
Bild: Der mittlere Weg von der Kvalvika zur Straße am Selfjord
Bild: Der mittlere Weg von der Kvalvika zur Straße am Selfjord
Bild: Pfad zur Yttersandheia
Bild: Pfad zur Yttersandheia

Die nördliche Bucht ist etwas kleiner als die südliche. Auch hier spendet ein Bach Wasser. Zum Zelten ist sie wegen des langen Sonnenlichtes viel besser geeignet und folglich auch beliebter. Wir zählten 15 Zelte am frühen Morgen. Es finden sich genügend ebene Stellen in der Wiese oberhalb des Sandstrandes. Am südlichen Rand des Strandes steht bei den Felsen eine Hütte.

Zwei Wege führen von der südlichen Kvalvika weiter. Der eine geht sehr steil Richtung Süden zu einem Sattel hinauf und von dort entweder zur Straße oder auf den Aussichtsberg Ryten (siehe Wanderung Ryten).

Der rechte Weg bringt euch auf kürzestem Weg zur Straße. Auch hier geht es steil zu einem Pass auf 185 Meter über Meereshöhe hinauf. Auf beiden Seiten des Passes geht ihr auf einem stark ausgetretenen Pfad durch Wiesengelände. An einigen Stellen treten Felsen hervor. Mit zunehmender Besucherzahl wird der Pfad immer mehr Steine bloßlegen. Beim Abstieg geht es durch einen dichten Birkenwald und anschließend durch Sumpfwiesen, die überwiegend mit Holzbohlen belegt sind. Von der nördlichen Kvalvika bis zur Straße sind 2 Kilometer (1,5 Stunden Gehzeit) zu laufen. Insgesamt ist die hier beschriebene Runde inklusive Straße 11 Kilometer lang.

Wanderung auf den Ryten

Diese Tour kann sehr gut mit der zuvor beschriebenen Wanderung zur Kvalvika kombiniert werden. Ihr startet am nördlichen Einstieg an der Straße 1,5 Kilometer vom Zentrum Fredvang und folgt einem Pfad nach Norden über den See Einangsvatnet. Nach ca. 2 Kilometern auf einfacher Strecke erreicht ihr einen ca. 270 Meter hohen Sattel. Von dort geht es 1,4 Kilometer steil hinauf zum 543 Meter hohen Ryten. Von oben bietet sich zur Mittagszeit ein toller Rundumblick. Vom Sattel könnt ihr steil zur Kvalvika absteigen und von dort über einen der zuvor beschriebenen Wege zurück zur Straße wandern.

Als ein alternativer Startpunkt bietet sich ein nordwestlich von Fredvang gelegener Bauernhof an. Ihr folgt der schmalen Teerstraße von Fredvang nach Westen an einigen Bauernhöfen und am Abzweig zum Campingpaltz Fredvang vorbei. An einer T-Kreuzung biegt ihr links ab und erreicht wenig später das Ende der Straße an einem Bauernhof. Dort könnt ihr gegen Gebühr parken. Dieser 3,8 Kilometer lange Weg zum Gipfel des Ryten fordert allerdings mit einigen steilen und mit Ketten gesicherten Abschnitten und er lässt sich nur schwer als Rundweg über Kvalvika realisieren, da der Rückweg über die Straße zum Ausgangspunkt recht weit ist.

Wanderung zur Yttersandheia

Den Einstieg zu dieser Tour erreicht ihr westlich von Fredvang. Ihr folgt der schmalen Teerstraße von Fredvang nach Westen an einigen Bauernhöfen und am Abzweig zum Campingplatz Fredvang vorbei. An einer T-Kreuzung biegt ihr rechts ab und erreicht wenig später einen kleinen Parkplatz am Ende der Teerstraße. Hier beginnt der 2,2 Kilometer lange Aufstieg zum 280 Meter hohen Aussichtsberg Yttersandheia. Zunächst überklettert ihr einen Weidezaun, dann geht der Pfad über eine feuchte Wiese und am Berghang mäßig ansteigend. Schon hier hat man einen schönen Blick auf die Bucht von Fredvang. Kurz vor einem kleinen See steigt der Pfad steiler an, doch mit einigen Serpentinen kommt ihr relativ leicht die letzten Höhenmeter hinauf. Oben auf der Heidefläche könnt ihr bequem auf weichen Wegen ohne nennenswerte Steigungen gehen und die Tour beliebig ausdehnen. Lohnend ist es, bis zur Spitze der Hochebene zu gehen, dem nördlichsten Ende der Insel Moskenesoya. Ihr genießt während eurer Tour auf jedenfall herrliche Ausblicke auf den weiten Sandstrand von Fredvang. Wer mag, kann auch noch hinunter in die Bucht Stokkvika wandern. Zurück muss man dann natürlich wieder bergauf klettern.

Bild: Sonnenuntergang bei der Kvalvika
Bild: Sonnenuntergang am südlichen Strand der Kvalvika
Bild: Blick von der Yttersandheia auf Fredvang
Bild: Blick von der Yttersandheia auf den Sandbotnen und Fredvang

Wanderung auf dem Fiskersti von Austre Nesland nach Nusfjord

Austre Nesland erreicht ihr über eine 9 Kilometer lange Stichstraße, die etwas südlich von Ramberg von der E10 abzweigt. Sie führt ziemlich eben entlang des Skjelfjords nach Süden. Am inneren Ende des Fjords passiert ihr die Streusiedlung Nesan und am äusseren Ende zunächst Vestre Nesland und nach einer Biegung Austre Nesland. Beide Orte bestehen nur aus wenigen Häusern. Austre Nesland liegt sehr hübsch zwischen Wiesen am Meer.

In Austre Nesland beginnt ein Wanderpfad, der fünf Kilometer lange Fiskersti, entlang der Küste nach Nusfjord. Als Gehzeit für die einfache Strecke solltet ihr 1,5 bis 2 Stunden einplanen.

Früher wurde der Fiskersti von Fischern genutzt um nach einer Woche Arbeit in Nusfjord zurück nach Nesland zu gelangen.

Ihr müsst den Weg hin und zurück gehen, was ihr nur umgehen könnt, wenn ihr zwei Fahrzeuge habt, die ihr an beiden Enden des Weges plazieren könnt.

Wir empfehlen, die Wanderung unbedingt in Austre Nesland zu beginnen um den schönene Fischerort Nusfjord als Ziel zu haben. Zudem könnt ihr in den Cafés und Restaurants von Nusfjord vor dem Rückweg eine angenehme Mittagspause in einem historischen Ambiente einlegen. In Nesland gibt es hingegen keinerlei Infrastruktur.

Der Fiskersti ist sehr gut markiert, jedoch stellenweise nicht ganz einfach zu gehen.

Bild: Steiler felsiger Abschnitt des Fiskersti
Bild: Steiler felsiger Abschnitt des Fiskersti

Von den Norwegern wird die Tour zwischen Austre Nesland und Nusford als Familienwanderung eingestuft. Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass der Pfad einige felsige Abschnitte umfasst, bei denen durchaus auch die Hände eingesetzt werden können.

Es gibt mehrere Stellen, an denen sich der Pfad in zwei alternative Routen verzweigt. Die erste Verzweigung taucht nach einem Kilometer auf. Der untere Weg führt durch dichten Birkenwald während die höher geführte Variante oberhalb des Birkenwaldes bleibt und leicht ausgesetzt ist.

Nach drei Kilometern gibt es die nächste Verzweigung. Der linke Weg beinhaltet eine Leiter, der rechte eine steinige steile, rutschige Scharte. Wir empfehlen eher den linken Weg über die Leiter. Der Abstieg durch die rutschige Scharte ist wesentlich schwieriger als die Leiter während der Aufstieg durch die Scharte nur anstrengend ist.

Bild: Abstieg über eine Leiter
Bild: Abstieg über eine Leiter

Zwischen diesen beiden Verzweigungen liegt ein kurzer Bereich mit sehr großen Felsblöcken, durch den der Weg geführt ist. Hier solltet ihr unbedingt den Markierungen folgen und erst weitergehen, wenn ihr die nächste Markierung entdeckt habt.

Bild: Steiler felsiger Abschnitt des Fiskersti
Bild: Felsiger Abschnitt des Fiskersti
Skjelfjords
Bild: Skjelfjords
Bild: Austre Nesland
Bild: Austre Nesland
Bild: Wegweiser Fiskersti
Bild: Wegweiser Fiskersti
Bild: Rutschiger Abstieg auf dem Fiskersti gesichert mit Ketten
Bild: Rutschiger Abstieg auf dem Fiskersti gesichert mit Ketten
Bild: Gemütlicher Einstieg in den Fiskersti
Bild: Gemütlicher Einstieg in den Fiskersti
Bild: Felsiger Abschnitt mit Ketten gesichert
Bild: Felsiger Abschnitt mit Ketten gesichert

Und zu guter Letzt sei noch eine Passage erwähnt, die mit einer Kette abgesichert ist. Wirklich notwendig ist die Sicherung nur bei Nässe, dann solltet ihr den Weg jedoch garnicht gehen. Denn über nasse, glatte Felsen zu gehen und klettern ist nicht ungefährlich.

Wer sehr ängstlich ist oder etwas unsicher zu Fuß ist, sollte auf diese Wanderung verzichten. Für alle anderen stellt sie ein kleines Abenteuer entlang mit Ausblicken auf eine schöne Küstenlinie dar. Höhepunkt der Tour ist eindeutige der Ort Nusfjord, den ihr nicht einfach angefahren sondern euch erwandert habt und auf diese Weise auch den Eintritt in Nusfjord erspart habt!

Nusfjord ist ein fast unverfälschter Fischerort. Der kleine ovale Hafen liegt eingerahmt von roten Rorbu und Felsen in einem engen Tal. Es ist ein wunderbares Ensemble, das sich kaum ein Besucher der Lofoten entgehen lässt. Entsprechend groß ist der Andrang zur Hauptsaison.

Bild: Küste zwischen Austre Nesland und Nusfjord
Bild: Küste zwischen Austre Nesland und Nusfjord
Nusfjord
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