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Radtour Slowakei, Nord-Route von Bratislava nach Košice


Abschnitt:

Bratislava - Trstín

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 58 Kilometer langen Abschnitt eines Radweges durch die Slowakei von der Hauptstadt Bratislava über die Weinstraße nach Trstín. Er ist Teil einer Radtour von Bratislava nach Košice. Eine Übersicht zu allen Seiten der Radtour ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour durch die Slowakei von Bratislava nach Trstín

Diese Etappe von Bratislava nach Trstín führt über die Kleinkarpatische Weinstraße. Sie geht parallel zum östlichen Fuß der bis zu 700 Meter hohen Kleinen Karpaten. Zu Beginn radeln wir auf grasbewachsenen Dammwegen entlang des Šúrský Kanals und umgehen damit die recht stark befahrenen Straßen in der Nähe von Bratislava. Bis zur Bibersburg geht es auf recht ebenen Wegen durch die Weinorte der Weinstraße. Vor der Besichtigung der Bibersburg erwartet uns der einzige steile Anstieg dieser Etappe, anschließend geht es wieder relativ eben weiter bis nach Trstín.

Wir starten die Radtour am Campingplatz Zlaté piesky. Er liegt am nordöstlichen Stadtrand von Bratislava unmittelbar neben der Schnellstraße Senecká cesta. Die Einfahrt in den Platz erfolgt über die Straße Zlaté piesky; sie ist eine Stichstraße von der breiten Senecká cesta. Ein Track für Garmin-Navis zur Anreise mit dem Rad vom Bahnhof zum Campingplatz kann von der Seite zu Kosice herunter geladen werden.

Für den folgenden Streckenabschnitt ist die Verwendung unseres Garmin-Tracks (siehe Seite zur Einführung in diese Route) sehr zweckmäßig, da es anfangs über unbeschilderte Feldwege und Dammwege geht. Durch Vergrößern der Karte mit der Route auf der rechten Seite kann der genaue Verlauf der Route verfolgt werden.

Karte zur Radtour von Bratislava nach Trstín
Bild: Karte zur Radtour von Bratislava nach Trstín

Vom Campingplatz aus folgen wir ein kurzes Stück der verkehrsreichen vierspurigen Senecká cesta stadtauswärts. Es gibt keinen Fußweg und keine Radspur, am Straßenrand bleibt jedoch genügend Abstand zum Verkehr. Schon nach 900 Metern biegen wir über eine Brücke nach links ab, queren die Eisenbahnlinie und biegen an der nächsten Kreuzung in den Ort Vajnory ab. Nun reduziert sich der Verkehr schlagartig.

In Vajnory ist nach links in die Rybničná einzubiegen, nach 350 Metern nach rechts in die Straße Šaldova, dann quer durch den kleinen Park und dann nach links in die Na doline. Diesem Sträßchen folgen wir aus dem Ort hinaus nach Norden bis zu einem unscheinbaren Betonplattenweg, der an einem Privatgrundstück nach rechts abbiegt. Diesem holprigen Weg folgen wir über einen Links-, Rechts- und Linksschwenk. Nach dem letzten Schwenk radeln wir entlang eines rechts des Weges liegenden Wäldchens mit mehreren Angelseen.

Der Weg geht schließlich in einen unbefestigten Deichweg über. Teilweise ist das Radeln auf dem Weg wegen der schmalen Spur und der Schlaglöcher etwas mühsam. Wir folgen dem Damm über viele Kilometer in Richtung Nordosten.An der Stelle, wo der Dammweg eine Straße quert, kann man nach links in diese Straße einbiegen, kreuzt nach kurzer Zeit die Eisenbahn und erreicht in Grinava die Weinstraße. Grinava geht unmittelbar in den quirligen Weinort Pezinok über.

Pezinok hat einen sehr schönen historischen Ortskern. Für eine Besichtigung muss man die Hauptstraße verlassen, das kleine Zentrum mit dem alten Rathaus (Bild unten) liegt wenige Meter nördlich der Durchgangsstraße. Pezinok ist der schönste und touristischste Ort an der Weinstraße. Es gibt Übernachtungsmöglichkeiten, Straßencafés und Restaurants.

Radweg auf dem Hochwasserdamm bei Svätý Jur
Bild: Radweg auf dem Hochwasserdamm bei Svätý Jur
Radweg auf dem Hochwasserdamm bei Svätý Jur
Bild: Radweg auf dem Damm entlang des Šúrský Kanals bei Svätý Jur
Cerveny Carmen
Bild: Ĉervený Kameň
Castá
Bild: Der Ort Castá unterhalb von Ĉervený Kameň an der Weinstraße
Dolné Orešany
Bild: Die Ortschaft Dolné Orešany in den Weinfeldern

Nun folgen wir der Weinstraße nach Norden. Nach acht Kilometern durchfahren wir die Ortschaft Modra, am Ortsausgang geht es 70 Höhenmeter recht steil bergan und nach weiteren fünf Kilometern biegen wir nach links auf eine Straße zur Bibersburg Ĉervený Kameň ab (Bild oben in der Mitte).

Dieser Abstecher fordert uns mit einem 8% steilen Anstieg von etwa 170 Höhenmetern. An der höchsten Stelle liegt am Rande einer großen Wiese die Burganlage. Sie zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Slowakei. Durch eine Allee mit mächtigen alten Linden radeln wir von der Straße hinüber zur Burg. Die Bibersburg präsentiert sich von der Wiese aus als eine Sammlung aus verschachtelten Gebäudekomplexen ohne einen Blick über das Ganze freizugeben. Nur von der Talseite und während des Aufstiegs beeindruckt die mächtige Anlage durch ihren Standort auf dem steil in die Ebene abfallenden Felsen. Zu einer Pause lädt der Innenhof der Festung mit Brunnen, Bänken und Restaurant ein.

Nach Verlassen von Ĉervený Kameň geht es ebenso steil wieder hinunter zur Weinstraße, die wir nach kurzer, schneller Talfahrt in dem Ort Castá wieder erreichen.

Unsere Radtour führt uns weiter nach Norden durch kleine, unspektakuläre Weinorte ohne Tourismus. Oberhalb von Smolenice sehen wir bereits von weitem ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert, das eher an ein Märchenschloss erinnert.

Ungefähr vier Kilometer hinter Smolenice erreichen wir unser Etappenziel Trstín. Auf dem folgenden Abschnitt gibt es als Übernachtungsmöglichkeit nur Naturzeltstellen in den Kleinen Karpaten!

Karten

Für diese Radtour empfehlen wir die slowakischen Radkarten Cykloturistická Mapa Nr. 6 und 7.

Höhenprofil der Radtour von Bratislava nach Trstín

Das unten abgebildete Höhenprofil wird dominiert durch den Abstecher nach Ĉervený Kameň. Zunächst ist der Radweg auf dem Dammweg entlang des Šúrský Kanals bis Pezinok völlig eben. In Modra, kurz hinter Pezinok, gibt es einen relativ steilen Anstieg von ungefähr 70 Höhenmetern. Dann folgen die 170 Höhenmeter hinauf zur Bibersburg. Alternativ kann man auf der Weinstraße bleiben und so diesen Anstieg meiden. Der Besuch der Burganlage lohnt jedoch diesen Anstieg. In dem letzten Drittel der Radtour nach Trstín gibt es noch einige sehr kurze spürbare Steigungen. Insgesamt sind 400 Höhenmeter steigend und 326 Höhenmeter fallend zu fahren.

Höhenprofil Bratislava-Trstín
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Bratislava nach Trstín (Nächste Seite Nächste Seite)