Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Radweg Helsinki - Stockholm über die Turku-Schären und Ålandinseln


Abschnitt:

Von Ingå nach Matilda

Staraviken vor Raseborg, Finnland
Bild: Der See Staraviken vor Raseborg

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 94 Kilometer langen Abschnitt einer Radtour durch den Süden Finnlands von Ingå nach Matilda. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Helsinki in Finnland über die Ålandinseln nach Stockholm in Schweden. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour von Ingå nach Matilda

Logo Eurovelo 10Logo Radweg 1, FinnlandAuch während der Etappe von Ingå nach Matilda folgen wir der Route des finnischen Fernradweges 1, die identisch ist mit der Route des Eurovelo 10. Die Ausschilderung des Fernradweg 1 ist weiterhin sehr schlecht, die Zeichen findet man am Wegesrand nur selten und das Logo des Eurovelo 10 ist vor Ort garnicht vorhanden. Wegen der fehlenden Beschilderung empfehlen wir die Verwendung unseres Tracks für Garmin-Navis.

Ab Ingå folgen wir zwei Kilometer einem Sträßchen in westlicher Richtung bis zur Straße 186. Wir queren die 186 und folgen nun der 1050 mit kaum Verkehr weiter in Richtung Westen. Es geht spürbar andauernd 10 bis 20 Höhenmeter rauf und runter. Bei Kilometer 12 erreicht der Radweg 1 den Weiler Fagervik. Hier erwartet uns eine kurze Steigung von 18%, die uns die Energie aus dem Körper zieht. Immer wieder gibt es kurze Anstiege von 8 bis 10%. Unser Radweg passiert hinter Fagervik den malerischen Staraviken, einen kleinen Arm des großen Sees Bruksträsket. Die Gegend ist sehr waldreich, häufig öffnet sich die Landschaft um Wiesen und Seen Platz zu geben. Das Sträßchen kurvt zwischen den Hügeln und kann doch viele kurze Anstiege nicht vermeiden.

Bei Kilometer 26 verlassen wir die Straße 1050, um nach Süden in eine Piste einzubiegen. Sogleich geht es auf einem Kilometer 40 Höhenmeter durch Wald steil aufwärts. Sechs Kilometer radeln wir auf und ab über die rauhe Piste bis endlich wieder Teer das Vorankommen erleichtert. Bei Kilometer 36 biegen wir nach Norden in die 1002 ein und queren nach zwei Kilometern den Dragsviksfjord um bei Kilometer 41 das Städtchen Raseborg zu erreichen. Nach der Zusammenlegung mit umliegenden Gemeinden wurde der historische Ort Ekenäs in Raseborg umbenannt. Ekenäs ist einer der ältesten Orte Finnlands. Die hübsche Altstadt besteht aus vielen, weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Dies ist auch der Grund, dass Ekenäs bzw. Radeborg etwas touristisch ist und es neben einer Touristeninformation auch Cafés und Restaurants gibt. Etwas abseits des Zentrums liegt schön unmittelbar am Båssafjord der Ormnäs Camping mit Hüttenvermietung. Zimmer gibt es im Ekenäs Summer Hotel und Kaupunginhotelli Tammisaari.

Wir verlassen Raseborg in Richtung Westen über den Meeresarm Prästviken und begleiten anschließend für zwei Kilometer die Fernstraße 25 bis unser Radweg bei Kilometer 45 in die Nebenstraße 1061 einbiegt. Nach sechs Kilometern überqueren wir einen schmalen Meeresarm, den Gennarbyviken. Am anderen Ufer verlassen wir die 1061 und biegen nach Norden in eine Piste ab. Der Belag läßt sich gut befahren, allerdings geht es andauernd mit 8 bis 10% rauf und runter. Eine Steigung fordert sogar mit 13%. Die Gegend ist sehr waldreich. Immer wieder liegen Holzhäuser und Bauernhöfe einsam an der Piste, die sich kurvig durch den Wald windet.

Bei Kilometer endet die Piste nach neun Kilometern und wir queren die breit ausgebaute, von Raseborg kommende Fernstraße 52. Während der nächsten vier Kilometer begleiten wir die 52 auf Schotterstraßen in einigem Abstand und bei Kilometer 64,5 müssen wir dann doch für sieben Kilometer über die Fernstraße 25 radeln. 50 Höhenmeter geht es auf der Straße 25 durch einen Wald hinauf und wieder hinunter bis wir bei Kilometer 71,5 endlich links in eine Piste abbiegen.

Der Wald macht nun immer mehr Feldern Platz. Es geht andauernd rauf und runter. Bei Kilometer 84 endet nach fast 13 Kilometern die Piste bei der Einmündung in die breite Straße 183. Mit einigem Verkehr rollen wir vier Kilometer über die 183 und biegen dann in ein Sträßchen mit kaum Verkehr Richtung Teijo nach Norden ein. An der Straße 183 liegt bei Kilometer 86 der Campingplatz Katiskanmäki mit Hütten und Zimmern. Nach Verlassen der 183 geht es auf den nächsten 3,5 Kilometern durch den Teijo-Nationalpark über einen bewaldeten Höhenzug 50 Höhenmeter aufwärts und anschließend 40 Höhenmeter hinunter nach Matilda. Den schön im Wald in der Nähe des Hummelfjords und des Sees Matildanjärvi liegenden Weiler Matilda erreichen wir nach insgesamt 94 Kilometern. Zimmer gibt es im Hotel Ruukin Majatalo. Im Ort gibt es eine kleine Brauerei mit Biergarten!

Höhenprofil der Radtour von von Ingå nach Matilda

Das Höhenprofil am Ende dieser Seite zeigt den welligen Verlauf der Strecke, die zwischen Meereshöhe und 50 Metern Höhe pendelt. Einige dieser kurzen Anstiege weisen Steigungen von 8 bis 10% auf. Den steilsten Anstieg haben wir mit 13% vermessen. Während der letzten sechs Kilometer vor Matilda werden sogar 80 Meter über Meeresniveau erreicht. Es ist insgesamt wieder eine Etappe, auf der sich die vielen kurzen Steigungen mit der Zeit gut bemerkbar machen und die Kondition fordern.

Eurovelo 10 auf der Straße 1050 in der Nähe des Sees Marsjön, Finnland
Bild: Eurovelo 10 auf der Straße 1050 in der Nähe des Sees Marsjön
Zwischen Fagervik und Fagernäs, Finnland
Bild: Zwischen Fagervik und Fagernäs
Dragsviksfjord kurz vor Raseborg, Finnland
Bild: Dragsviksfjord kurz vor Raseborg
Das Zentrum von Raseborg, Finnland
Bild: Das Zentrum von Raseborg
Båssafjord bei Raseborg, Finnland
Bild: Båssafjord am Campingplatz bei Raseborg
Eurovelo 10 bei Krokby, Finnland
Bild: Piste bei Krokby
Eurovelo 10 zwei Kilometer östlich von Kestrikki, Finnland
Bild: Eurovelo 10 zwei Kilometer östlich von Kestrikki
Karte zur Radtour von von Ingå nach Matilda
Bild: Karte zur Radtour von von Ingå nach Matilda
Höhenprofil zur Radtour von Ingå nach Matilda
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Ingå nach Matilda (—»).