Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Karte zur Radtour vom Slope Point zur Purakaunui Bay
Bild: Karte zur Radtour vom Slope Point zur Purakaunui Bay

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 95 Kilometer lange Radtour Radtour vom Slope Point zur Purakaunui Bay. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges über die Südinsel Neuseelands von Queenstown über Te Anau und Invercargill nach Dunedin. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radweg vom Slope Point zur Purakaunui Bay

Dieser wunderschöne Abschnitt führt uns durch das Zentrum der waldreichen Catlins mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. Allerdings ist die Route sehr bergig, andauernd geht es anstrengend rauf und runter. Die meisten Highlights liegen einige Kilometer abseits und können nur über Stichstraßen erreicht werden, die mit etlichen Höhenmetern zum Streckenprofil beitragen. Im Höhenprofil und in der Kilometerangaben der Streckenübersicht sind die Abstecher berücksichtigt. 21 von den 95 Kilometern sind Stichstraßen. Natürlich kann man sich diese Kilometer sparen, verpasst dann jedoch die schönen Buchten, Wasserfälle und Spaziergänge durch den Wald. Wir empfehlen, die Strecke in zwei Tagesabschnitte aufzuteilen und sich Zeit zu lassen, falls das Wetter mitspielt. Entlang der Route gibt es weitere Ausflugsziele, auf die wir jedoch hier nicht eingehen, da sie eher von zweitrangiger Bedeutung sind.

Vom Slope Point geht es wieder fünf Kilometer zurück über die Schotterpiste zur Hauptstraße, die im weiteren Verlauf Haldane Curio Bay Road heißt.

Wir radeln in Richtung Osten auf der ungeteerten Straße in munterem Auf und Ab zur Porpoise Bay, einer weiten sichelförmigen Bucht, die in Richtung Landesinnere in den Waikawa Harbour übergeht. An der Porpoise Bay biegt rechts eine Stichstraße zur Curio Bay ab. Dort können Pinguine und Delphine beobachtet werden. Zudem gibt es versteinerte Baumstämme. Da sie im Meer liegen, ist eine Besichtigung nur maximal 2 Stunden vor und nach dem Niedrigststand des Wassers möglich. An der Curio Bay kann auf einem Holiday Park übernachtet werden.

Ab der Porpoise Bay ist die Straße wieder geteert. Wir radeln auf der geteerten Straße entlang der großen Bucht nach Waikawa. Der Ort liegt bereits am Waikawa Harbour, der inländischen Fortsetzung der Porpoise Bay. In dem Weiler gibt es ein kleines Heimatmuseum und nur drei Kilometer weiter in dem winzigen Ort Niagara ein Cafe.

Sechs Kilometer nördlich von Waikawa treffen wir wieder auf die Southern Scenic Route, die wir in Fortrose verlassen haben. Wir biegen rechts in die Touristenstraße ein und queren den Waikawa River. Nun sind wir auf dem Cashlands Highway. Nach der Brücke über den Fluss arbeitet sich der Highway auf fünf Kilometern 180 Höhenmetern mit durchschnittlich 3 bis 4% aufwärts. Wir kurbeln nun durch schönen ursprünglichen Regenwald.

Fußweg zu den McLean Falls
Bild: Fußweg zu den McLean Falls
McLean Falls
Bild: McLean Falls
Cathedral Caves
Bild: Cathedral Caves
Purakaunui Falls
Bild: Purakaunui Falls
Purakaunui Bay
Bild: Purakaunui Bay
Purakaunui Bay
Bild: Traumhafte Zeltstelle auf dem DoC-Platz Purakaunui Bay

Nach Erreichen der Höhe rollen wir sogleich wieder 140 Höhenmeter auf 4,5 Kilometern mit 3 bis 4% abwärts. Auf den nächsten 25 Kilometern pendelt die Straße andauernd zwischen Meereshöhe und 150 Metern hin und her. Die Steigungen und Gefälle können bis zu 8% betragen.

Nach 20 Kilometern auf der Southern Scenic Route zweigt links eine Stichstraße zu den McLean Falls ab. Die drei Kilometer lange, teilweise geteerte Stichstraße geht erst 30 Meter hoch und dann stramme 90 Höhenmeter mit 9% abwärts zu einem Parkplatz. Vom Besucherparkplatz führt ein wunderschöner Weg durch Urwald zu den 22 Meter hohen McLean Falls (Gehzeit hin und zurück 40 Minuten). Der Wald ist mindestens genauso schön wie der 22 Meter hohe Wasserfall, der übrigens der höchste in den Catlins ist.

Nur einen knappen Kilometer nach dem Abzweig zu den McLean Falls und 70 Höhenmeter tiefer zweigt eine weitere Schotterstroße in Richtung Meer zu den Cathedral Caves ab. Der Abzweig kann nur während der Besichtigungszeiten (maximal eine Stunde vor und nach dem niedrigsten Tidenstand) passiert werden. Ausserhalb der Besuchszeiten ist die Piste durch ein Tor verschlossen, da die Grotten während der Flut nicht erreicht werden können. Die Piste führt zwei Kilometer durch ursprünglichen Wald 100 Meter zu einem Parkplatz hinauf. Da Straße und Caves auf einem Privatgrundstück liegen, ist Eintritt zu bezahlen. Ein Pfad windet sich vom Parkplatz 115 Höhenmeter durch dichten, schönen Urwald zum Meer hinab. Die Gehzeit beträgt hin und zurück eine Stunde. Am Meer angekommen läuft man noch ein kurzes Stück über den Strand zu den Caves. Auf dem Strand und in den Caves lauern viele Sandflies auf die Besucher.

Bei den beiden miteinander verbundenen, bis zu 30 Meter hohen Caves handelt es sich um ein vom Meer ausgespültes Höhlensystem mit Zugang vom Meer aus. Auch während der Ebbe kann das Meer bis in die Eingänge spülen. Es ist daher sinnvoll mit Sandalen hinein zu laufen. Es geht immerhin so tief hinein, dass es im hinteren Bereich richtig dunkel ist. Die von den Gezeiten abhängigen Öffnungszeiten können der Webseite zu den Cathedral Caves entnommen werden.

Wir radeln weiter auf der geteerten Scenic Route und erreichen 11 Kilometer nach dem Abzweig zu den Cathedral Caves die Tahakopa Bay mit dem kleinen Ort Papatowai an der Mündung des Tahakopa Rivers mit zwei Zeltplätzen, einem Café und einem kleinen Geschäft! Zwischenzeitlich haben wir noch kurz einen 100 Meter hohen An- und Abstieg überwunden. Am Tahakopa River wenden wir uns vom Meer ab und radeln 13 Kilometer über die Southern Scenic Route nach Osten. Auf knapp fünf Kilometern steigen wir 245 Höhenmeter mit bis zu 8% an, dann geht es sogleich auf sechs Kilometern wieder 160 Höhenmeter mit bis zu 7% abwärts.

Während der Abfahrt verlassen wir die Scenic Route, um über die geschotterte Waikoato Valley Road vier Kilometer zu den Purakaunui Falls zu kurbeln, die ungefähr am tiefsten Punkt der Abfahrt liegen. Der Besucherparkplatz befindet sich ausnahmsweise mal unmittelbar an der Straße. Ein zwanzigminütiger (hin und zurück) Spaziergang führt uns durch schönen ursprünglichen Wald zu den Wasserfällen.

Weiter geht es auf der Schotterstraße (Purakaunui Falls Road) nach Osten bis zum Beginn des Teerbelags. Ab den Purakaunui Falls steigt die Piste zunächst auf nur einem Kilometer um 60 Höhenmeter an, um auf den folgenden drei Kilometern wieder um 130 Höhenmeter mit ca. 6% abzufallen.

Drei Kilometer nach den Purakaunui Falls zweigt rechts die geschotterte Long Point Road zur Purakaunui Bay ab. Achtung, dies ist eine Stichstraße, die bis zum Abzweig der Long Point Road auch wieder zurück gekurbelt werden muss. Nur wer auf dem wunderschön gelegenen Purakaunui Bay Campsite zelten möchte, sollte die anstrengende, sechs Kilometer lange Strecke auf sich nehmen Es lohnt sich aber, dort bei gutem Wetter auch einen oder mehrere Ruhetage einzulegen! Es geht kräftig auf- und abwärts. Zunächst fahren wir drei Kilometer über die Long Point Road, auf den ersten 1,3 Kilometern müssen wir 80 Höhenmeter mit ca. 7% hinauf, dann geht es während zwei Kilometer die soeben gewonnene Höhe wieder hinunter. Wir erreichen eine Straßenverzweigung und müssen links in die Purakaunui Bay Road abbiegen (nicht mit dem vorherigen Abzweig der Maitland Road verwechseln!). Drei Kilometer geht es nun noch leicht auf und ab bis zum Meer.

Belohnt wird der anstrengende Abstecher mit dem herrlich an der Purakaunui Bay liegenden DoC-Campingplatz. Unmittelbar vor dem Platz erstreckt sich ein breiter Sandstrand und östlich davon eine felsige Steilküste. Auf dem Sandstrand können Seelöwen beobachtet werden. Der DoC-Platz bietet eine Wiese mit tollem Ausblick, Wasser und Trockentoilette.

Unterkünfte entlang der Route sind in der Streckenübersicht beschrieben.

Höhenprofil zur Radtour vom Slope Point zur Purakaunui Bay
Bild: Höhenprofil zur Radtour vom Slope Point zur Purakaunui Bay (—»)