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Radtour Neuseeland, Auckland - Cape Reinga - Auckland, Abschnitt Tutukaka - Russell

Whale Bay
Südseetraum an der Whale Bay

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 102 Kilometer langen Abschnitt einer Radtour von Tutukaka nach Russell. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Auckland zum Cape Reinga an der Nordspitze Neuseelands und zurück nach Auckland. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radweg von Tutukaka nach Russell

Zwischen Tutukaka und Russell radeln wir auf einem herrlichen Tourenabschnitt auf sehr verkehrsarmen Straßen. Zwischen Tutukaka und der Woolleys Bay folgt eine malerische Bucht der nächsten. Dann entfernt sich die Strecke von der Küste und macht einen abwechslungsreichen Bogen durch die Berge zur Helena Bay. Wir empfehlen, einen Abstecher nach Whananaki zur Küste zu unternehmen und in dem einsam gelegenen Ort mindestens einen Tag zu verbummeln.

Die Strecke von Tutukaka nach Russell ist sehr bergig und übermäßig anstrengend. Selbst von Whananaki aus ist Russell kaum in einem Tag zu erreichen. Während der gesamten Tour gibt es nur wenige Einkaufsmöglichkeiten, ein größeres Geschäft wird erst in Russell erreicht und den ersten Supermarkt seit Whangarei gibt es in Paihia, das mit der Fähre von Russell erreicht wird.

Tutukaka → Whale Bay

Nördlich von Tutukaka steigt die Küstenstraße mit bis zu 8% an und windet sich in engen Kurven durch dichten Wald. Schließlich rauschen wir hinab zur Matapouri Bay. Ein herrlicher weiter Sandstrand lockt hier zum Baden. In dem kleinen Ort gibt es einen Dairy (siehe Streckenübersicht).

Wieder steigt die Straße steil an, bis in einer Kurve ein Parkplatz erreicht wird. Von hier geht ein Pfad hinunter zur Whale Bay. Dieser kurze Abstecher ist sehr lohnend. Man kann sogar mit dem Rad über den Pfad zur Bucht fahren bzw. muss teilweise schieben. Der Pfad windet sich durch dichten Wald mit herrlichen Bäumen. In der Whale Bay erwartet uns ein wunderbarer weißer Sandstrand mit riesigen Pōhutukawa-Bäumen und urwaldähnlicher Vegetation am Rande des Strandes. Man sollte auch weiter bis zu einem Aussichtspunkt am Ende der Landzunge laufen, wo man auf einer sonnigen Bank ausruhen und den unvergleichlich schönen Blick über das glasklare, smaragdgrüne Meer und die Küstenlinie mit ihren Buchten und Hügeln genießen kann. Ein echter Südseetraum! Alternativ kann man auch hinunter zur Matapouri Bay gehen.

Whale Bay → Whananaki

Über die Straße rollen wir hinunter zur Daisy Bay. Entlang der flachen Bucht liegen einige Häuser. Am Strand stehen Tische und Bänke.

Urwaldfeeling auf der Kaikanui Road
Urwaldfeeling auf der Kaikanui Road

Nun verlässt die Straße die Küstenlinie und windet sich 160 Höhenmeter mit bis zu 8% ins Hinterland hinauf. Anfangs begleitet uns noch dichter Wald, der schließlich immer mehr Weideland weicht. Farmhäuser liegen verstreut in den Hügeln. Auch nach Erreichen der Höhe bleibt es hügelig, wir rollen in Kurven auf und ab. Schließlich wird die Strecke ebener und wir erreichen den Abzweig der Stichstraße nach Whananaki South. Whananaki South erreicht man über eine 10 Kilometer lange Schotterpiste, die kontinuierlich bergab führt und in Whananaki South endet. Zwischen Whananaki South und North liegt eine Meeresbucht, das Whananaki Inlet. Fußgänger und Radfahrer können über die "Longest Footbridge in the Southern Hemisphere" das Inlet überqueren. Allerdings ist die Brücke sehr schmal, Tourenradler müssen eventuell ihre Seitentaschen abnehmen und die 400 Meter hinüber tragen.

Fußgängerbrücke über das Whananaki Inlet
Fußgängerbrücke über das Whananaki Inlet

Nur 300 Meter hinter dem Abzweig nach Whananaki South folgt der unscheinbare Abzweig nach Whananaki North. Am Abzweig von der Teerstraße steht ein Hinweisschild zum Campingplatz in Whananaki. Wir radeln über die ungeteerte Jubilee Road nach Norden. Die Piste ist sehr breit und bedingt durch feinen Splitt auf hartem Untergrund etwas rutschig. Es geht auf der sonst leicht befahrbaren Piste überwiegend abwärts durch Farmland mit Weiden bis wir die geteerte Whananaki North Road erreichen.

Wer Zeit hat, kann die 15 Kilometer auf einer teilweise steilen und engen Straße nach Whananaki hinab fahren und dort auf einem der Campingplätze übernachten (siehe Streckenübersicht). Die Straße geht überwiegend abwärts, teilweise mit 10%. Im Ortszentrum von Whananaki gibt es einen kleinen Dairy. Der große DoC Camping Otamure Bay Campsite liegt sehr schön am Strand der Otamure Bay hinter einem Hügel drei Kilometer außerhalb des Ortes. Allerdings müssen die 15 Kilometer auch wieder zurück geradelt werden (Anstieg auf 130 Meter über Meereshöhe mit den bereits erwähnten 10%).

Wer über die Whananaki South Road und die Fußgängerbrücke fährt, spart 10 Kilometer und einige (kurze) Anstiege auf der Jubilee Road ein. Mit dieser Runde lässt sich sehr schön eine Rundfahrt gestalten. Die schönen Strände und der wunderbare DoC-Platz lohnen eine Übernachtung oder auch einen längeren Aufenthalt. Da die gesamte Etappe von Tutukaka nach Russell ohnehin kaum an einem Tag zu schaffen ist, bietet sich Whananaki als idealer Zwischenstopp an. Achtung: Unser Garmin-Track beschreibt die Route über die Whananaki North Road!

Karte zur Radtour von Tutukaka nach Russell
Karte zur Radtour von Tutukaka nach Paihia
Der Ort Whananaki
Whananaki
Whananaki Inlet mit der Fußgängerbrücke
Fußgängerbrücke über das Whananaki Inlet
Pōhutukawa bei Whananaki
Pōhutukawa bei Whananaki
Elliot Bay an der Strecke nach Russell
Elliot Bay
Russell an der Bay of Islands
Russell

Whananaki → Helena Bay

Wer nicht nach Whananaki fährt, biegt von der Jubilee Road links in die Whananaki North Road ein und erreicht nach zwei Kilometern den Abzweig der Kaikanui Road. Dieser nicht ausgeschilderten und praktisch autofreien Schotterpiste folgen wir auf den nächsten 16 Kilometern bis nach Helena Bay. Es ist eine wunderschöne Strecke. Die gut befahrbare Gravel Road windet sich anfangs durch ein Flusstal aufwärts. Dichte urwaldähnliche Vegetation begrenzt das Sträßchen, uralte Baumriesen, Farnbäume und Palmen begleiten uns auf dem stetig ansteigenden Weg. Erst kurz vor Erreichen des höchsten Punktes (263 Meter über Meeresspiegel) öffnet sich die Landschaft und wir sehen weit über hügeliges Weideland und einige Farmgebäude. Vor allem haben wir einen grandiosen Blick nach Norden auf die Helena Bay. Kurvig und steil geht es nun durch Farmland hinunter nach Helena Bay. Auf den Weiden entlang der Piste stehen einzelne mächtige, uralte Bäume.

Helena Bay → The Farm

Auf Meereshöhe ist die Straße wieder geteert und wir erreichen Touri Bay, der Ort besteht wohl nur aus Ferienhäusern und wirkt in der Vorsaison ziemlich verlassen. Helena Bay erreichen wir nach einem steilen Anstieg. Am Meer laden Tische und Bänke zu einer Pause ein. Die Straße hält uns weiterhin mit einer Serie von Anstiegen mit bis zu 50 Höhenmetern und 8% Steigung in Atem. Wald und Farmland wechseln sich ab. Einige Kilometer vor The Farm wird die Straße ebener. The Farm (siehe Streckenübersicht) ist eine sehr schöne rustikale Backpacker-Unterkunft und eignet sich gut als Übernachtungsstation auf dem Weg nach Russell. Hier kann man reiten, mit dem sehr folgsamen zahmen Hausschwein im Garten spielen oder einfach nur auf der schattigen Holzveranda in der Liegematte relaxen.

The Farm → Russell

Etwas Faulenzen ist angesagt, denn nicht weit hinter The Farm wird die Straße auf den 37 Kilometern bis Russell sehr anstrengend. Etwa 20 Steigungen und Gefällstrecken von oftmals 10% sind die Regel dieses Abschnittes, sie können sogar bis zu 15% erreichen. Einige sehr schöne Buchten reihen sich aneinander und entschädigen den ungemein anstrengenden Abschnitt. Es ist wohl die anstrengendste Etappe zwischen Auckland und Cape Reinga. Die traumhafte Küstenstrecke ist die Anstrengung jedoch mehr als wert. Wenn die ersten Mangrovensümpfe erreicht sind, wird es flacher und die Steigungen nehmen ab.

Das alte Walfängerzentrum Russell ist heute ein idyllischer kleiner Ort an der Bay of Islands mit viel Tourismus. Eine Menge Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein. Zudem gibt es hier die älteste Kirche Neuseelands und eine Strandpromenade mit schönen historischen weißen Holzhäusern.

Unterkünfte entlang der Strecke von Tutukaka nach Russell sind in der Streckenübersicht beschrieben.

Höhenprofil zur Radtour von Tutukaka nach Russell
Höhenprofil zur Radtour von Tutukaka nach Russell (Nächste Seite )