Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Radweg Norwegen/Schweden, Røros - Östersund


Abschnitt:

Funäsdalen - Storsjö

Blick von der Piste auf das Helagsfjället
Bild: Blick von der Piste nördlich Funäsdalen auf das 1700 Meter hohe Helagsfjället
Wir beschreiben auf dieser Seite einen 51 Kilometer langen Abschnitt einer Radtour von Funäsdalen nach Storsjö. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Røros in Norwegen nach Östersund in Schweden. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour durch Schweden von Funäsdalen nach Storsjö

Der Abschnitt von Funäsdalen nach Storsjö ist landschaftlich überaus reizvoll und sehr abwechslungsreich. Ein fast tausend Meter hoher Pass bietet einen phantastischen Rundblick auf schneebedeckte Berge und endlose Wälder in den Tälern. Steile Auf- und Abfahrten sowie beschauliches Kurbeln auf einem unbefahrenen Feldweg entlang einsamer Seen und Bäche erwarten den Radler auf der zweiten Hälfte dieser Radtour.

Ab dem Zentrum von Funäsdalen radeln wir ein kurzes Stück auf der Straße 84 nach Süden und biegen dann in den Vallarvägen nach Norden ein. Das Sträßchen steigt sogleich 70 Höhenmeter mit 10% steil und fällt sofort wieder 50 Höhenmeter runter zum Funäsdalens Fjällcamping. Am Campingplatz bleiben wir in nördlicher Richtung auf dem Sträßchen bis zu einem Abzweig bei Kilometer 4,7 ab Zentrum Funäsdalen. Hier ist scharf nach rechts in eine Piste einzubiegen. Wenn es anfangs mit 8 bis 10% aufwärts geht, ist man richtig abgebogen. Auf den nächsten 8,5 Kilometern steigen wir auf der Piste 220 Höhenmeter nach oben.

Die Landschaft ist recht dicht mit Kiefern und Birken bewaldet. Auf der Höhe passieren wir einige größere Sumpfgebiete. Der Blick weitet sich bis zum 30 Kilometer entfernten 1700 Meter hohen, schneebedeckten Helagsfjället. Die Piste verläuft einige Kilometer recht eben auf 850 Metern Höhe, um dann 130 Höhenmeter steil ins Mittådalen abzufallen. Am Fluss Mittån stehen an einem Straßenabzweig einige Häuser.

Eine Pause lohnt sich hier, denn wir müssen auf den nächsten 7,5 Kilometern 250 Höhenmeter raufkurbeln. Der Aufstieg erfolgt über eine treppenstufenartige Piste (Bild rechts) mit etwa 8% bis auf 980 Meter über dem Meeresspiegel. Auf der Passhöhe erreichen wir das Ljudalsfjällen. Der dichte Birkenwald im Mittådalen ist hier oben einer baum- und strauchlosen Ebene gewichen. Die Passhöhe liegt auf einem weiten, ebenen Plateau. Es gibt sogar einen größeren Parkplatz und erstaunlich viel Touristenverkehr mit Wohnmobilen und Wohnwagen.

Die Piste ist auf dem Plateau sehr grob geschottert. Auf Grund von Bauarbeiten vermuten wir, dass sie in Kürze durch eine Teerstraße ersetzt wird. Schade, denn auf Schottersträßchen fühlt man sich ein gutes Stück näher an der Natur.

Bei gutem Wetter bietet sich nach Nordwesten ein phantastischer Blick auf die nordwestlich 24 Kilometer entfernt liegenden schneebedeckten Berge des Helagsfjället und in nördlicher Richtung sehen wir die dicht bewaldeten Täler, in die wir bald eintauchen werden (Bild rechts).

Unsere Straße fällt nun steil hinunter nach Skärkdalen. Der letzte Abschnitt erreicht ein Gefälle von über 10%. Der Weiler Skärkdalen besteht aus einer Hüttenansammlung und einigen Bauernhöfen. Gleich hinter der Brücke verlassen wir die "Hauptstraße" und biegen wir bei einem Gehöft nach rechts in einen einspurigen Feldweg ein. Der ungeteerte Weg folgt dem Skärdalen durch Kiefern- und Birkenwald abwärts in östlicher Richtung.

Die Hauptstraße macht einen größeren Umweg nach Nordwesten über den Weiler Ljungdalen. Bei schlechtem Wetter oder zum Übernachten kann es sinnvoll sein, über Ljungdalen zu fahren. Es gibt dort Zimmer im Helags Pensionat und STF Vandrarhem Ljungdalen. Etwas außerhalb des Ortes bietet Ljungdalens Camping Zeltmöglichkeiten an. In dieser Gegend und insbesondere an dem Feldweg gibt es jedoch auch sehr schöne Naturzeltstellen.

An einigen Stellen kann die zweite Reifenspur unseres Feldweges weggespült sein, dann reduziert sich die Breite des Weges auf einen Meter. Trotzdem lässt sich der Weg sehr gut fahren und es gibt garantiert keinen Autoverkehr. Nach zehn Kilometern erreicht der Feldweg wieder die Straße. Auf den letzten Kilometern radeln wir entlang des Sees Över Dalsjön. Am See gibt es einige Hütten und Angelstellen. Daher ist der Weg auch in diesem Abschnitt für Autos befahrbar.

Sechs Kilometer vor dem Weiler Storsjö mündet der Feldweg in die Straße, die wir in Skärkdalen verlassen haben. Auf halber Strecke vor Storsjö passieren wir den sehr schön am See Storsjön liegenden Campingplatz Storsjö Fjällturism (mit Hüttenvermietung).

Der Weiler Storsjö besteht nur aus wenigen Häusern und einem kleinen Lebensmittelgeschäft.

Höhenprofil zur Radtour von Funäsdalen nach Storsjö

In der Abbildung am Ende der Seite ist das Höhenprofil zum Radweg dargestellt. Auf der 51 Kilometer langen Strecke sind 579 Höhenmeter steigend und 604 Höhenmeter fallend zu radeln. Die Steigungen prägen die ersten 45 Kilometer des Radweges, dann geht es nur noch abwärts bis Storsjö. Sehr steil wird es mit bis zu 10% auf den ersten acht Kilometern, während des Anstieges zum 980 Meter hohen Ljudalsfjäll liegt die Steigung bei 8% und bei der Abfahrt nach Skärkdalen erreicht das Gefälle kurz vor dem Weiler 11%.

Karte zum Radweg von Funäsdalen nach Storsjö
Bild: Karte zum Radweg von Funäsdalen nach Storsjö
Höhe 852 Meter hinter Funäsdalen
Bild: Piste auf 852 Meter Höhe nördlich von Funäsdalen
Wellenförmiger, steiler Anstieg zum 980 Meter hohen Ljudalsfjäll, Schweden
Bild: Stufenförmiger steiler Anstieg zum 980 Meter hohen Ljudalsfjäll
Ljudalsfjäll
Bild: Blick vom Ljudalsfjäll nach Norden auf die weitere Strecke
Piste im Skarkdalen
Bild: Piste im Skärkdalen
Storsjön
Bild: Der See Storsjön
Höhenprofil zur Radtour von Funäsdalen nach Storsjö
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Funäsdalen nach Storsjö (—»)