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Bärenrunde - Finnland, Nordkarelien

Abschnitt:

Etappe 2, Taivalköngäs - Jussinkämppa

Straße 520 südlich des Skorradalsvatn
Bild: Die Stromschnellen Kiutaköngäs - ein Highlight der Etappe

Wir beschreiben auf dieser Seite die erste 25 Kilometer lange Etappe auf der finnischen Bärenrunde von Taivalköngäs nach Jussinkämppa. Sie ist Teil unserer Beschreibung der Bärenrunde von Hautajärvi nach Ruka. Eine Übersicht zu allen Seiten der Wanderung über die Bärenrunde ist oben am Beginn der Seite dargestellt.

Bärenrunde, Etappe 2: Taivalköngäs - Jussinkämppa
(24 Kilometer, ca. 7 Stunden)

Unmittelbar hinter der Hütte Taivalköngäss gelangen wir mit Hilfe von zwei Hängebrücken sicher über die reißenden Stromschnellen. Auf Holztreppen erklimmen wir dann den steilen Uferhang und wandern nun durch urigen Wald. Der Weg ist insgesamt sehr leicht und bequem zu laufen, keine Wurzeln oder Steine. Nur einige kleine Geländewellen sind zu queren. Nach ca. einer Stunde kommen wir am Biwakplatz Runsulampi vorbei.

Wir folgen stets dem Oulanka, dessen schwarzes Wasser mal breit wie ein See ist, dann wieder über Stromschnellen rasch dahinfließt. Immer geht es durch einen trockenen, lichten Kieferwald. Nach ca. 2 Stunden ab Taivalköngäs passieren wir den großen Campingplatz Oulanka. Wer mag, kann hier schon übernachten und ggf. noch eine Kanutour auf dem Oulanka unternehmen.

Einen Kilometer weiter stehen wir vor dem zentralen Besucherzentrum des Nationalparks Oulanka. Eine kleine, aber interessante Ausstellung infomiert über die Geschichte des Nationalparks und seine Tier- und Pflanzenwelt. Auch ist hier ein ausgestopfter Braunbär zu bewundern. In der Cafeteria könnt ihr Mittagspause einlegen, es gibt sogar warmes Essen.

Über einen breiter Spazierweg gelangen wir eine Kilometer hinter dem Besucherzentrum zu den eindrucksvollen Stromschnellen von Kiutaköngäs, eine der Hauptattraktionen des Nationalparks und Ziel vieler Tagesausflügler. Trampelpfade ermöglichen uns, ganz nah an das Wildwasser und die bunten Felswände heran zu kommen. Danach geht es auf einem schmalen Pfad weiter, stellenweise über sandigen Weg unten am Wasser, aber überwiegend ca. 50 bis 70 Meter oberhalb des Flusses am Steilufer entlang. Hier müßt ihr etwas aufpassen, denn der Pfad verläuft unmittelbar auf der teilweise bereits überhängenden Abbruchkante. Genießt die großartige Aussicht auf den mäandrierenden Oulankajoki tief unter euch. Wie aus dem Lehrbuch präsentiert sich hier ein natürlicher Flusslauf mit unzähligen Windungen, sandigen Stränden, Seitenarmen, Prell- und Gleithängen.

Den Abzweig zur Übernachtungshütte Ansakämppä erreicht ihr ab Oulanka nach 8 Kilometern an einer Raststelle mit tollem Blick. Viele Treppenstufen führen hinunter zum Fluss. Die Hütte liegt etwas dunkel in einem Taleinschnitt, direkt oberhalb befinden sich jedoch sonnige Zeltstellen. Der breite Sandstrand in der Flussbiegung verlockt zum Faulenzen und vielleicht sogar zum Baden.

Wir verlassen einen Kilometer weiter den Oulankajoki und steigen über einen etwas felsigen Pfad einen kleinen Höhenzug hinauf. Die lichten Kiefern weichen nun einem geheimnisvollen, fast düsteren Tannenwald. Lange, grau-weiße Bartflechten hängen an den knorrigen Bäumen, dicke Moospolster überwuchern das Totholz, der Boden ist moorig. Alle sumpfigen Stellen sind jedoch wie gewohnt mit Bohlen ausgelegt. Es geht vorbei am wenig einladenden Rastplatz Kulmakkopuro, wo es vor Ameisen nur so wimmelt. Schließlich erreichen wir ca. 2 Stunden hinter Ansakämppä das mit dichtem Schilf bestandene Seeufer des Kulmakkojärvi. Auf einer sonnigen Landzunge steht eine verräucherte Kota und die große Hütte Jussinkäppä, für uns die am schönsten gelegene Hütte der Bärenrunde. Im trockenen Kiefernwald finden sich auch gute Zeltstellen. Direkt vor der Hütte gibt es Feuerstellen mit Grill und vom kleinen Sandstrand aus kann man ein erfrischendes Bad nehmen. Die Abendsonne könnt ihr bis zu ihrem malerischen Untergang über dem See genießen.

Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Fast wie im Stadtpark - Die Bärenrunde als feingekiester Spazierweg
Ländliche Idylle bei Tripoli
Bild: Der ruhige Oulankajoki hinter Taivalköngäs
Dorfstraße in Arkadien
Bild: Bequemer Waldweg
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Der Oulankajoki - hier mal "wild"
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Das Besucherzentrum Nationalpark Oulanka
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Idyllischer Uferweg am Oulanka
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Schöner Ausblick auf den weit mäandrierenden Oulanka oberhalb der Hütte Ansakämppä
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Die Blockhütte Ansakämppä
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Vorsicht am überhängenden Steilufer
Schafe und Hütehunde sind unsere täglichen Begleite
Bild: Sonnenuntergang an der Hütte Jussinkämppä
Bild: Karte zur Bärenrunde von Taivalköngäs nach Jussinkämppa
Bild: Karte zur Bärenrunde von Taivalköngäs nach Jussinkämppa (Nächste Seite Nächste Seite)