Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Radweg über den EV4 von Le Mont-Saint-Michel nach Roscoff

Abschnitt:

Paimpol - Lannion

Karte zur Radtour auf dem EV4 von Paimpol nach Lannion
Bild: Karte zur Radtour auf dem EV4 von Paimpol nach Lannion

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 77 Kilometer lange Radtour von Paimpol nach Lannion. Sie ist Teil des Radweges EV4 von Le Mont-Saint-Michel nach Roscoff. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Von Paimpol nach Lannion

Logo Eurovelo 4Zahlreiche Anstiege von 80 bis 100 Metern ab Meereshöhe lassen auch diese Tourenabschnitt anstrengend werden.

Die gesamte Etappe verläuft auf fast unbefahrenen Nebenstraßen und auch mal einige Kilometer auf ungeteerten Pfaden durch kleinere Waldgebiete - etwa 90% der Strecke sind geteert.

Der EV4 führt nicht weit in den Ort Paimpol hinein, wendet sich am Beginn des Yachthafens sogleich wieder nach Westen und führt uns sogleich recht steil aus dem Ort hinaus.

Der nächste größere Ort nach Paimpol ist Lézardrieux. Eine alte Brücke aus Metallbögen überspannt eine tief ins Landesinnere reichende Meeresbucht, auf der anderen Seite der Bucht liegt Lézardrieux.

Wir kurbeln weiter sehr schön auf Nebensträßchen in einem leichten Zickzackkurs nach Tréguier. Auch hier gibt es wieder eine weit ins Land reichende Meersbucht, zu der wir sehr steil hinab rollen. Die sehr schöne Altstadt von Tréguier liegt auf einem Berg. Auf schmalen, steilen Gassen arbeiten wir uns hinauf ins historische Zentrum. Wunderschöne alte Fachwerkhäuser gruppieren sich um die im Zentrum errichtete Kathedrale. Viele Cafés laden zu einer Tasse Kaffee ein. Die Kathedrale mit dem Grabmal des Saint-Yves bietet einen herrlichen Kreuzgang und die Möglichkeit, den zentralen romanischen Turm zu besteigen.

EV4 westlich von Treguier
Bild: EV4 westlich von Treguier

Sehr steil geht es vom historischen Zentrum von Tréguier hinunter zu einer Fußgängerbrücke über den Fluss Le Guindy. Hinter der Brücke müssen wir sogleich wieder mit mehr als 8% steil aufwärts zu einer alten Bahnlinie, die uns für einige Kilometer als Radweg dient.

Die weitere Strecke führt uns sehr schön durch Wiesen, Felder und kleine Dörfer mit herrlichen Bruchsteinhäusern nach Perros-Guirec. Für einige Kilometer geht der Weg mehrmals in einen Pfad über, der uns teilweise sehr steil abwärts durch Wald führt.

Bei Perros-Guirec rollen wir erneut sehr steil zum Meer hinab. Wir radeln entlang einer weiten Meeresbucht in die Stadt, die wir allerdings nur an ihrem südlichsten Zipfel berühren. Denn der EV4 führt uns sogleich wieder nach bekanntem Muster mit bis zu 10% steil einen Berg hinauf und wendet sich oben in Richtung Norden nach Ploumanach.

Der Ort Ploumanac'h liegt am Fuße einer Halbinsel mit dem Point de Squéouel. Hier herrscht großer touristischer Betrieb. Grund sind rund geschliffene rosaGranitfelsen, die im Meer entlang der Küste liegen und mittels Rundwanderwege erschlossen sind. Der EV4 führt nicht direkt an Ploumanac'h vorbei, wer den Rummel nicht scheut muss einen drei Kilometer langen Abstecher nach Saint-Guirec fahren.

Zwischen Perros-Guirec und Saint-Guirec erstreckt sich der 12 km lange "Sentier des Douarniers" (Zöllnerpfad) an der "Rosa Granitküste". Der "Sentier des Douarniers" beginnt oberhalb der Badebucht des "Plage de Trestraou" in Perros-Guirec (Wegpunkt Sentier des Douarniers). Man geht auf die beeindruckende Kulisse aus Rosa Granit zu - mit gleichzeitigem Blick auf die Inselgruppe der Sept-Îles. Im Landschaftspark von Ploumanac'h locken die Rosa-Granit-Highlights große Touristenmengen an.

EV4 bei Saint-Guénolé
Bild: EV4 bei Saint-Guénolé

Der EV4 erreicht etwas westlich von Ploumanach die Küste und bietet von dort einen schönen Blick auf eine Burg auf der Île de Costérès und die Halbinsel bei Ploumanac'h. Nach kurzer Fahrt entlang der Küste wendet sich der Radweg wieder vom Meer ab und wir kurbeln in einem Zickzackkurs nach Süden.Wir passieren den Dolmen Kerguntuil und den Menhir Uzec. Um den Menhir mitzunehmen zieht der Radweg einen weiten Bogen nach Osten.

Der Menhir de Saint-Uzec wurde zwischen 4000 und 5000 Jahren vor Christus errichtet. Er ist etwas höher als 7,5 Meter. Die "Christianisierung" des Menhir lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurück verfolgen. Berühmt sind die auf seiner Südseite eingemeißelten "Arma Christi".

Anschließend passiert der EV4 die schöne Kirche von St. Uzec.

Menhir de Saint-Uzec
Bild: Menhir de Saint-Uzec

 

Nun geht es geradewegs nach Trébeurden, natürlich nicht ohne einige spürbare Auf und Abs.

Die letzten 10 Kilometer vor Trébeurden sind recht hügelig mit einigen zehn prozentigen Anstiegen. Trébeurden wird vom EV4 von Norden über Westen nach Süden umrundet. Wer sich das sparen will, fährt quer durch den Ort.

Nach einigem Auf und Ab und 14 weiteren Kilometern erreicht unser Radweg Lannion. Auch hier nähert sich der Radweg dem historischen Zentrum in Schleifen, die markante Höhenunterschiede bewältigen. Das historische Zentrum weist einige sehr schöne Fachwerkhäuser auf.

Der Fluss Le Trieux
Bild: Der Fluss Le Trieux
Artisan Boulanger Pâtissier
Bild: Stärkung für fleißige Radler in einer der zahlreichen Boulangerien
Treguier
Bild: Treguier
EV4 südlich von Saint-Guénolé
Bild: EV4 südlich von Saint-Guénolé
Pointe du Château
Bild: Pointe du Château
Lannion
Bild: Lannion
Höhenprofil zur Radtour auf dem EV4 von Paimpol nach Lannion
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem EV4 von Paimpol nach Lannion (—»)