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Radtour Slowakei, Mittel-Route von Košice nach Bratislava


Abschnitt:

Levoča - Králova Lehota

Tal mit dem Fluss Čierny Váh in der Nähe des Ortes Liptovská Teplička
Bild: Tal mit dem Fluss Čierny Váh in der Nähe des Ortes Liptovská Teplička

Wir beschreiben auf dieser Seite den 74 Kilometer langen Abschnitt eines Radweges durch die Slowakei von Levoča nach Králova Lehota bei Liptovský Hradok als Teil einer Radtour von Košice nach Bratislava. Eine Übersicht zu allen Seiten der Radtour ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour durch die Slowakei von Levoča nach Králova Lehota

Eine Karte zu dieser Tour ist am Ende der Seite abgebildet.

Die ersten 11 Kilometer dieser Etappe sind leider etwas verkehrsreich. Wir verlassen Levoča auf der gut ausgebauten Straße 18 und müssen sogleich etwa 80 Höhenmeter ansteigen. Solange die Autobahn noch in Bau ist, geht der gesamte Fernverkehr (mit zahlreichen LKW) in den Nordosten der Slowakei über die Fernstraße 18. Zum Glück ist die Straße recht breit, so dass wir am Straßenrand einigen Abstand zu dem schnell fließenden Verkehr haben. Drei der elf Kilometer auf der Straße 18 können umgangen werden, wenn man auf das absolut verkehrlose Sträßchen nach Dravce abbiegt. Da die Nebenstraße parallel zur Fernstraße verläuft, stellt der Weg über Dravce auch keinen nennenswerten Umweg dar und es werden sogar einige Höhenmeter eingespart.

In Spišský Štvrtok verlassen wir endlich die Fernstraße 18 und biegen auf eine Nebenstraße nach Hrabušice ein. Hrabušice liegt am Rande des sogenannten Slowakischen Paradies. Im Slowakischen Paradies gibt es tolle Tourenmöglichkeiten durch eindrucksvolle, wilde Karstschluchten mit vielen Wasserfällen, die man auf Eisenleitern und Stegen umklettert. Hrabušice oder der nachfolgende Ort Betlanovce bieten sich mit ihren vielen Pensionen als Stützpunkt für diese abenteuerlichen Ausflüge an. In Betlanovce und bei Podlesok gibt es jeweils einen Campingplatz. Autocamping Podlesok liegt an der Straße 536014 fast unmittelbar am Eingang in eine Klamm.

Kurz hinter Hrabušice biegt unser Radweg scharf rechts nach Betlanovce ab, geradeaus geht es nach Podlesok. An den folgenden Straßenverzweigungen halten wir uns immer links und durchfahren Spišský Štiavnik.

Seit Spišský Štvrtok radeln wir durch eine weite, sanft gewellte Landschaft, die durch Felder und Wiesen geprägt ist. Der Verlauf der schmalen und verkehrsfreien Straßen ist perfekt dem Profil der Landschaft angepasst. Die Wege sind gesäumt von uralten Obstbäumen, die sich im Spätsommer unter der Last saftiger Pflaumen und Äpfel biegen. Ein wahres Vergnügen ist es in dieser harmonischen Landschaft zu radeln. Im Süden steigen die 1000 Meter hohen Berge des Slowakischen Paradies an und ab Spišský Štiavnik sehen wir im Norden den ebenfalls 1000 Meter hohen Höhenzug Kozie Chrbty. Hinter diesem nur wenige Kilomenter breiten Höhenzug liegt Poprad am Fuße der Hohen Tatra (siehe Nord-Route). Die Felsspitzen der Hohen Tatra sieht man immer wieder im Norden liegen.

Unser Sträßchen verläuft strikt von Osten nach Westen und steigt unmerklich ständig an. Im Abstand von wenigen Kilometern reihen sich kleine Ortschaften aneinander. Da die Hauptverkehrsader weiter nördlich durch Poprad führt, ist hier absolut garnichts los - ein traumhaft schönes Radlerrevier. Unsere Route geht durch Spišské Bystré nach Vikartovce und erreicht dort den Waldrand. Nun wird die Straße noch schmaler und zweimal mit knackigen 12% plötzlich ungemein steil.

Kurz vor Liptovská Teplička erreicht das Sträßchen mitten im Wald die Passhöhe von 936 Metern. Nun geht es ebenso steil abwärts bis zu einem Abzweig zum Ort Liptovská Teplička, der mit einigen schönen alten Holzhäusern durchaus einen Abstecher wert ist. Doch wir halten uns rechts und rollen weiter abwärts durch ein waldreiches Tal mit dem Bach Čierny Váh. Wir folgen nun immer dem Bachlauf durch eine wunderschöne Landschaft. Kurz nach dem Abzweig taucht die Straße wieder in den dichten Wald ein. Nach 6,5 Kilometern geht die Hauptstraße rechts steil aufwärts und verlässt das Tal. Hier müssen wir uns unbedingt links auf dem ganz schmalen Teerweg halten und im Tal bleiben. Unser Weg ist für den Durchgangsverkehr gesperrt (Trotzdem kamen uns einige Autos und Holztransporter entgegen, also aufpassen!) und toll zu fahren. Es geht unentwegt durch Wald. Hin und wieder entfernt sich der Weg mal vom Bach Čierny Váh und steigt dann etwas an, aber überwiegend rollen wir abwärts.

Irgendwann erreicht unser Radweg den Weiler Čierny Váh, der in der Hauptsache aus mehreren sehr schönen alten Holzhäusern besteht. Wenig später erreichen wir die Talsperre Vodna nádrž Čierny Váh. Unterhalb der Staumauer an der Westseite der Talsperre liegen ein Wasserkraftwerk und ein Sägewerk, die das beschauliche Tal empfindlich stören. Auf den letzten Kilometern ist das Tal immer enger geworden. Die bewaldeten Berge sind bis 1200 Meter hoch. Es gibt hier zahlreiche Mountainbike-Strecken, die sehr steil quer über die Berge führen.

Spišské Bystré
Bild: Spišské Bystré
Straße von Košice zum Stausee Vodná Nádrž Ružin
Bild: Siedlung Čierny Váh
Straße von Košice zum Stausee Vodná Nádrž Ružin
Bild: Naturzeltstelle oberhalb des Čierny Váh in der Nähe des gleichnamigen Stausees

Mit Erreichen der Talsperre ist die Straße wesentlich breiter geworden. Dies ist der Zufahrt zum Kraftwerk und Sägewerk geschuldet. Neun Kilometer hinter der Talsperre erreichen wir Král'ova Lehota. In dem Dorf gibt es keine Übernachtungsmöglichkeit, jedoch ein Lebensmittelgeschäft. Wer zum Übernachten ein festes Dach über dem Kopf benötigt, muss weiter bis zum 4,5 Kilometer entfernten Städtchen Liptovský Mikuláš kurbeln und am nächsten Morgen die 4,5 Kilometer wieder zurück fahren. Wer mit dem Zelt unterwegs ist, kannn sich auch ein geeignetes Plätzchen für die Nacht in der freien Natur suchen.

Karten

Für diese Radtour empfehlen wir die slowakischen Radkarten Cykloturistická Mapa Nr. 2 und 3.

Höhenprofil zur Radtour von Levoča nach Králova Lehota

In dem unten abgebildeten Höhenprofil stellt der erste Pick den Anstieg auf der Fernstraße 18 zwischen Levoča und Spišský Štvrtok dar. Dann folgt der lange Anstieg von etwa 550 Metern über dem Meeresspiegel bis auf 936 Meter Höhe mit zwei kurzen, aber mit 12% sehr heftigen Steigungen kurz vor der Passhöhe. Zum Ausgleich geht es die restlichen 30 Kilometer überwiegend abwärts. Auf den 74 Kilometern sind in Summe 779 Höhenmeter steigend und 683 Höhenmeter abfallend zu fahren.

Höhenprofil der Radtour von Levoča nach Liptovský Mikuláš
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Levoča nach Králova Lehota
Karte zur Radtour von Levoča nach Králova Lehota bei Liptovský Hradok
Bild: Karte zur Radtour von Levoča nach Králova Lehota bei Liptovský Hradok (Nächste Seite Nächste Seite)