Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Norwegen, Radweg 1-6, Küstenweg, Tromsø - Nordkap


Abschnitt:

Alta - Olderfjord

Leirbotnvannet, Norwegen
Bild: Europastraße 6 am Leirbotnvannet

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 108 Kilometer langen Abschnitt eines Radweges durch Norwegen von Alta über die Europastraße 6 in Richtung Norden nach Olderfjord. Er ist Teil einer Radtour von Tromsø zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten der Radtour ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour von Alta nach Olderfjord

Lebensmittel können auf dem 200 Kilometer langen Abschnitt bis Honningsvåg nur in geringem Umfang eingekauft werden. Es gibt in Skaidi einen Kiosk mit rudimentären Einkaufsmöglichkeiten und zur Tankstelle in Olderfjord gehört ein kleines Geschäft, das einen gewissen Grundbedarf an Lebensmitteln deckt.

Von Alta aus folgen wir mit unserer Radtour zum Nordkap weiter der Europastraße 6 nach Norden. Es dauert ein wenig, bis die Stadtgrenze von Alta erreicht ist. Innerhalb des Stadtgebietes gibt es angenehmerweise eine separate Fahrradspur entlang der E6.

Zunächst radeln wir entlang des Rafsbotn, einem östlichen Ausläufer des Altafjords. Am Ende des Rafsbotn ebbt der Verkehr stark ab, es gibt weiter nach Norden keine nahe liegenden Ziele, die Entfernungen zwischen den wenigen Orten werden schon dreistellig gemessen. Die E6 arbeitet sich über eine Distanz von sechs Kilometern 250 Höhenmeter mit 7% Steigung durch eine waldreiche Gegend aufwärts. In dem lichten Kiefernwald liegen zahlreiche Ferienhütten.

Hinter dem Scheitelpunkt der Straße gibt es dann keine Ferienhäuser mehr. Für die nächsten 60 Kilometer bis Skaidi wird es nun ganz einsam.

Wir lassen uns 100 Höhenmeter abwärts rollen zum See Leirbotnvannet. Dort zweigt eine Straße in westlicher Richtung nach Leirbotn am Meer ab. Am Südufer des Sees gibt es gute Möglichkeiten zum Zelten in der Natur.

Wieder geht es aufwärts, 350 Höhenmeter liegen vor uns, anfangs entlang des Westufers des schönen Leirbotnvannet und weiter durch das Stokkedalen. Der am See dicht stehende Kiefernwald wird zusehends lichter und im mittleren Bereich des Tales lassen wir schließlich die letzten Bäumchen hinter uns.

Eine ungeheure Weite entfaltet sich hier oben. Am höchsten Punkt auf knapp 400 Metern über dem Meeresspiegel nimmt die scheinbar unberührte Landschaft kein Ende. Kein Baum, kein Strauch unterbricht die freie Sicht, nur vereinzelt weidende Rentierherden. Bei schlechtem Wetter ist man hier völlig ohne Schutz den Elementen ausgesetzt und wenn dann ein kräftiger Wind von Vorne kommt, wird es echt hart. Anfangs zieht sich links der Straße ein riesiges Sumpfgebiet.

An der Brücke über den Fluss Repparfjordelva liegt etwas abseits die kleine Samensiedlung Duottarsion mit einer Kapelle.

Die E6 begleitet den Fluss nun durch das Repparfjorddalen. Im Tal erreichen wir dann wieder die Baumgrenze. Unschön sind die Unmengen von Ferenhütten, die den Einwohnern der nördlichsten Stadt der Erde, Hammerfest, als Wochenend-Unterkunft dienen.

Bis zur Ortschaft Skaidi radeln wir durch das Repparfjorddalen abwärts. Skaidi liegt nur noch 50 Meter hoch. In Skaidi gibt es zwei Tankstellen mit Kiosks und das Skaidi-Hotel zum Übernachten.

In Skaidi biegt die RV94 westlich nach Hammerfest ab. Unser Radweg bleibt auf der E6, die nun einen Knick nach Osten macht. Unserem Ziel Olderfjord liegt noch ein Höhenrücken im Weg, der uns fast 200 Höhenmeter einbringt. Am Ortsrand von Skaidi geht es anfangs recht steil bergan. Die Hochebene liegt im Mittel auf 200 Metern über dem Meeresspiegel, daher gibt es hier deutlich mehr Wald als vor Skaidi. Hinter einem langgestreckten See, dem Smørfjordvannet ermöglicht ein schöner Rastplatz mit Tischen und Bänken eine komfortable Pause.

Schließlich folgt eine kilometerlange Abfahrt nach Olderfjord. Da kann man das Rad wunderbar rollen lassen. Die Ortschaft Olderfjord liegt am gleichnamigen Fjord, der ein kleiner Seitenarm des riesigen Porsangerfjords ist. Die nächste Etappe unserer Radtour wird den Porsangerfjord nach Norden zum Nordkap begleiten. In Olderfjord biegen wir auf die E69 ab wärend die E6 weiter nach Osten zur Eismeerstadt Kirkenes geht.

In Olderfjord kann man im "Olderfjord Hotel Russenes Camping" übernachten (Bild rechts). Die Anlage liegt direkt an der E69 und bietet Zeltstellplätze direkt am Fjord, Zimmer, Hütten, ein Restaurant, einen Kiosk sowie einen Aufenthaltsraum mit Küche. In der einige hundert Meter entfernten Tankstelle befindet sich ein kleines Geschäft, das einige Lebensmittel verkauft.

Darüber hinaus gibt es am Russenes Camping eine Bushaltestelle mit Fernbusverbindungen zum Nordkap, nach Finnland sowie in den Norden und Süden Norwegens.

E6 im Sennalandet, Norwegen
Bild: E6 im Sennalandet
E6 nördlich vom Sennalandet, Norwegen
Bild: Europastraße 6 nördlich vom Sennalandet
Duottarsion. Norwegen
Bild: Samensiedlung Duottarsion an der E6
Lyngenfjord, Norwegen
Bild: Reppafjorddalen
Höhenprofil Alta-Olderfjord
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Alta nach Olderfjord
Russenes Camping, Olderfjord, Norwegen
Bild: Russenes Camping in Olderfjord

Höhenprofil zur Radtour von Alta nach Olderfjord

Die Fahrradtour von Alta nach Olderfjord wird im Wesentlichen durch drei Anstiege geprägt (siehe Höhenprofil unten). Alle Anstiege sind anfangs mit etwa 8% recht steil und werden im weiteren Verlauf zusehends flacher. Vom höchsten Punkt der Etappe folgt eine 40 Kilometer lange Abfahrt nach Skaidi, die jedoch immer wieder von einigen kurzen Steigungen unterbrochen werden.

Weiterfahrt nach Lakselv, Finnland und Schweden

Ab Olderfjord führt die E6 entlang des Porsangerfjords in südlicher Richtung nach Lakselv am Ende des Porsangerfjords und weiter nach Karasjok. Diese Strecke haben wir als Radtour von Gällivare in Nordschweden über Enontekiö in Finnland und Karasjok, Lakselv zum Nordkap beschrieben. Zur Seite mit dem Tourenabschnitt von Lakselv nach Olderfjord.

E6 nördlich vom Sennalandet, Norwegen
Bild: Karte zur Radtour von Alta nach Olderfjord. Braune Linie: Alternativroute von Olderfjord nach Lakselv (—»)