Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Radtour Neuseeland, Christchurch - Twizel

Abschnitt:

Geraldine - Lake Tekapo

Lake Tekapo
Bild: Lake Tekapo
Lake Tekapo
Bild: Lake Tekapo

Wir beschreiben auf dieser Seite einen 89 Kilometer langen Abschnitt einer Radtour von Geraldine zum Lake Tekapo. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Christchurch im Osten der Südinsel in Richtung Südwesten nach Twizel. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radweg von Geraldine zum Lake Tekapo

Mit dieser Etappe beginnt der Anstieg in die Berge und unsere Tour zum Lake Tekapo wird endlich landschaftlich interessant. Wir radeln anfangs auf dem SH79, ab Fairlie auf dem SH8. Während der Saison herrscht auf den beiden Highways einiger Betrieb. Es sind fast ausschließlich Touristen in Mietwagen und Wohnmobilen unterwegs. Leider gibt es oftmals nur einen rudimentären Seitenstreifen.

Zwischen dem nur 100 Meter über Meeresniveau liegenden Geraldine und dem 46 Kilometer entfernten Fairlie auf 310 Meter Höhe schiebt sich ein quer zur Fahrtrichtung verlaufender Höhenzug. Der SH79 verläuft durch einige Flusstäler, was uns einiges an Höhe erspart, der Wechsel zwischen den Tälern beinhaltet jedoch auch viele Hügel und Anstiege durch das sanfthügelige Weideland. Die Anstiege und Abfahrten liegen alle bei maximal 8% - mit einer kurzen Ausnahme, wo für weniger als 50 Meter über 12% erreicht werden. Zwischen den Anstiegen und Abfahrten liegen immer wieder recht ebene Abschnitte. 11 Kilometer vor Fairlie wird die Straße sehr kurvenreich - hier kann der Autoverkehr unangenehm sein - und arbeitet sich durch eine Landschaft aus steileren Hügeln, bis schließlich bei dem Weiler Allandale ein 417 Meter hoher Aussichtspunkt erreicht wird, von dem es einen schönen Blick auf die weite Ebene bei Fairlie gibt. Nach dem Aussichtspunkt rauschen wir 115 Höhenmeter zur Ebene runter und dann noch 5 Kilometer bis Fairlie.

Während der Etappe von Geraldine nach Fairlie liegen die hohen Berge noch in größerer Entfernung. Trotzdem bringt der Blick auf die Bergkulisse Abwechslung in die Kurbelei.

In Fairlie gibt es neben Campingplätzen und einem Store auch ein gutes Café. Es liegt gleich neben dem Store und bietet hervorragenden Kuchen und köstliche Pies.

Ab Fairlie geht es anfangs in nordwestlicher Richtung auf dem ebenen, geraden State Highway 8 nach Kimbell. Wir kommen nun in die Berge, die Straße führt uns in einem weiten Bogen nach Westen durch eine Ebene mit dem Opihi River. Gleich hinter Kimbell verlassen wir die 300 Meter hoch liegende Ebene und der Highway steigt spürbar an. Die Gegend ist überraschend waldreich, meist sind es jedoch nur schmale Streifen, die mehr als Windschutz dienen. Starker Westwind kann das Vorankommen nun bis zum Lake Tekapo sehr erschweren. 400 Höhenmeter arbeitet sich der Highway auf einer Distanz von 24 Kilometern mit unterschiedlichen Steigungen zum 700 Meter hohen Burkes Pass hinauf

Wir haben auf der Strecke zum Lake Tekapo insgesamt ca. 10 Kilomter geschoben - und zwar nicht nur bergauf, sondern auch in den flachen Abschnitten - da uns ansonsten ein extremer Wind mit den Rädern umgeworfen hätte. Die Landschaft ist jedoch großartig und entschädigt für die Mühen

Auf dem SH8 herrscht stoßweise starker Touristenverkehr, auch muss mit einigem Schwerverkehr gerechnet werden und leider ist wieder einmal der Seitenstreifen winzig. Die Steigungen sind auf der gesamten Strecke moderat, nur der letzte Kilometer vor dem Burkes-Pass fordert mit 8%.

Nach der Passhöhe senkt sich die Straße um 60 Höhenmeter ab und steigt dann wieder leicht auf 750 Meter Höhe an. Die Berge sind hier oben karg und steinig. Auf Höhe der Straße fahren wir durch eine weite Ebene mit Weidewirtschaft.

Wenn sich der Highway schließlich etwas absenkt, ist es nicht mehr weit bis zum Lake Tekapo. Bereits während der kurzen Abfahrt nach Tekapo haben wir einen schönen Blick auf den herrlich türkisblauen See. Er ist auf drei Seiten von Bergen umgeben, aber nur im Norden werden nördlich des Sees liegende, von nacktem Fels gekrönte, 2600 Meter hohe Bergriesen sichtbar. Vom Ufer des Lake Tekapo bietet sich also ein tolles Panorama mit dem See im Vordergrund.

Der Ort Tekapo ist eine reine Touristensiedlung und überraschend groß. Es gibt einen Supermarkt, eine i-Site, eine Jugendherberge, wo man auch zelten kann, einen Campingplatz, und natürlich jede Menge Hotels, Motels und B&Bs. Die Hauptattraktion ist die winzige Church of the Good Shephard, die äußerst idyllisch am Seeufer liegt und mit dem türkisfarbenen See sowie den Bergen im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv ist. Leider sieht man auf den Bildern nicht die Unmengen von Reisebussen, die direkt vor dem Kirchlein parken dürfen. Lohnend ist auch eine Wanderung auf den Mount John mit großartiger Aussicht.

Ein günstiger Zeltplatz (Lake Alexandrina & McGregor Camp) liegt am Lake MacGregor, 12 Kilometer nördlich von Tekapo. Er ist über eine geteerte Straße erreichbar, sie steigt bis auf 778 Meter an und fällt dann wieder auf den 715 Meter hohen See ab.

Unterkünfte entlang der Route sind in der Streckenübersicht beschrieben.

Karte zur Radtour von Geraldine zum Lake Tekapo
Bild: Karte zur Radtour von Geraldine zum Lake Tekapo
SH79 zwischen Geraldine und Fairlie
Bild: SH79 zwischen Geraldine und Fairlie
Fairlie
Bild: Fairlie
SH 8 zwischen Fairlie und Kimbell
Bild: SH 8 zwischen Fairlie und Kimbell
SH8 am Burkes Pass
Bild: SH8 am Burkes Pass
Höhenprofil zur Radtour von Geraldine zum Lake Tekapo
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Geraldine zum Lake Tekapo
SH8 kurz vor Tekapo
Bild: SH8 kurz vor Lake Tekapo (—»)