Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Radtour Neuseeland, Auckland - Wellington

Abschnitt:

Mangakino - Rotorua über Waikato River Trail

Karte zur Radtour von Mangakino nach Rotorua
Bild: Karte zur Radtour von Mangakino nach Rotorua (zur Umgehung A3 siehe Abschnitt von Cambridge nach Mangakino)
Wir beschreiben auf dieser Seite eine 78 Kilometer lange Radtour von Mangakino nach Rotorua. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Auckland in Richtung Süden nach Wellington. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour von Mangakino über den Waikato River Trail zum SH1

Auf dieser Etappe nach Rotorua absolvieren wir die letzten 36 Kilometer auf dem Waikato River Trail. Wir empfanden die knapp 24 Kilometer lange Whakamaru Section als sehr anstrengend und auf Dauer auch etwas eintönig für Tourenradler. In unzähligen kleinen scharfen Kurven mäandriert der nur pfadbreite Weg ab dem Whakamaru Damm durch ein gleichförmiges Landschaftsbild entlang des Flusses. Zum Glück kann man anfangs an mehreren Stellen auf den nahen SH30 wechseln. Wer die gesamte Whakamaru Section fährt, wird es schwerlich an einem Tag bis Rotorua schaffen. Entweder zeltet man in diesem Fall irgendwo auf dem Radweg am Waikato River oder übernachtet in der Beez Neez Lodge am SH1.

In Mangakino sollte man sich unbedingt mit Lebensmitteln versorgen, denn das nächste Geschäft gibt es erst in Rotorua.

(4) Maraetai Section

Die nur 12,1 Kilometer lange Maraeti-Section des Waikato River Trail beginnt in Mangakino und endet am Whakamaru Dam. Sie ist mit dem Schwierigkeitsgrad "Intermediate" eingestuft, unseres Erachtens jedoch schon an der Grenze zu "Advance". Wir begründen das mit den vielen scharfen, schwierig zu fahrenden Kehren und den vielen kurzen steilen Anstiegen. Während der 12 Kilometer langen Tour gibt es keine Ausstiegspunkte.

Waikato River Trail am Lake Maraetai bei Mangakino
Bild: Waikato River Trail am Lake Maraetai bei Mangakino

Wir starten am Lakefront Reserve in Mangakino und fahren unmittelbar entlang des aufgestauten Lake Maraetai. Wieder ist der Radweg etwa einen Meter breit und wird auf einem Schotterbett geführt. Anfangs rollen wir auch auf Holzstegen entlang des Seeufers. Rechts des Weges erstreckt sich der Golfplatz von Mangakino. Ist der Weg anfangs schön eben, wird er schnell hügelig und zieht sich in einige Seitentäler hinein und wieder hinaus. Ein Seitental wird von der 70 Meter langen Mangakino Hängebrücke überspannt.

Der lose und grobe Schotterbelag dieser Section ist teilweise unangenehm zu fahren. Mit Gepäck sind einige Anstiege und Kehren nicht zu meistern und müssen geschoben werden.

Das Flussbett liegt auf der zweiten Hälfte dieses Abschnitts tief unterhalb des Radweges in einer von fast senkrechten Felswänden begrenzten Rinne.

Schließlich wendet sich der Weg vom Fluss ab und führt durch ein Umspannwerk der am am Whakamaru Dam liegenden Kraftwerksanlage. Vor dem Damm liegt rechts der kleine Ort Whakamaru. Auf dem SH30 fahren wir über den Whakamaru Dam und erreichen dort die letzte Section des Radweges.

(5) Whakamaru Section

Die mit dem Grad "Intermediate" eingestufte, 23,5 Kilometer lange Whakamaru Section beginnt am Whakamaru Dam und endet am Atiamuri Bridge Carpark. Bedingt durch den parallelen Verlauf der Straße SH30 gibt es mindestens vier Ausstiegspunkte aus dieser Section. Der Abstand zur Straße variiert, mal sind es einige hundert Meter, mal läuft der Radweg unmittelbar an der Straße auf einem eigenen Kiesbett.

Gleich zu Beginn mäandriert der wieder einen Meter breite Weg entlang des lehmigen Flussufers in engen Schleifen, die teilweise metertief in den Lehmboden gefräst sind. Zudem ist der Weg von offen liegenden Wurzeln durchsetzt, was alles zusammen genommen das Vorankommen erschwert.

Nach zwei Kilometern in der Whakamaru Section wird die Lake Whakamaru Reserve erreicht, eine wunderschön am Fluss liegender, große kostenlose Zeltstelle mit Trockentoiletten und Wasser. Wir sind aus Zeitgründen die fünfte Section nicht durchgängig gefahren und stattdessen über den zum größten Teil bis Atiamaru ebenen SH30 gefahren. Auf dem Highway gibt es kaum Verkehr und da ist Versuchung groß, den endlos mäandrierenden und mit bepackten Tourenrädern mühsam zu fahrenden Waikato Trail mit der Straße zu tauschen, zumal beide Strecken zum großen Teil direkt parallel in Sichtweite verlaufen.

Waikato River Trail in der Whakamaru Section
Bild: Waikato River Trail in der Whakamaru Section

An der Dunhams Reserve ist das Zelten Gruppen vorbehalten. Am Ende des Waikato River Trails wird der State Highway 1 erreicht. Es gibt dort keinerlei Infrastruktur, nur einen Parkplatz für Mountainbiker.

Weiterfahrt nach Rotorua

Leider müssen wir nun 5,5 Kilometer über den stark befahrenen Highway 1 in Richtung Norden radeln. Zum Glück kann fast während der gesamten Distanz auf einem Seitenstreifen gefahren werden.

Dann biegen wir rechts in den SH30 nach Rotorua ein. Auch auf dieser Straße gibt es einigen LKW-Verkehr, meistens ist ein Seitenstreifen vorhanden. Wir radeln durch eher langweiliges Farmland mit einigen Anstiegen von bis zu 60 Höhenmetern auf eine Höhe von 400 Meter über dem Meeresspiegel. Die Steigungen erreichen maximal 7%, so dass sich die Strecke gut fahren lässt.

Kurz vor Rotorua mündet der SH30 in den stärker befahrenen SH5. Es gibt hier einen Radweg nach Rotorua. Um ihn zu erreichen fährt man 200 Meter nach rechts auf dem SH5 und biegt dann in das Mountainbike-Revier ein und hält sich nach weiteren 200 Metern links zum Beginn des Te Ara Ari Thermal Bike Path nach Rotorua. Der Weg führt über einen gewundenen Pfad abwärts. Nach knapp zwei Kilometern ist der SH5 am Ortsrand von Rotorua erreicht. Wer es eilig hat, sollte den knappen Kilometer über den SH 5 nach Rotorua fahren. Über den teilweise ausgeschilderten Te Ara Ari Thermal Bike Path können wir entlang des südöstlichen Ortsrandes bis ins Zentrum kurbeln und kommen auch am Whakarewarea Thermal Village vorbei.

Rotorua

Rotorua ist mit ca. 70.000 Einwohnern eine auch flächenmäßig große Stadt mit einigem Verkehr auf den großen Durchgangsstraßen. Jährlich kommen über 3 Millionen Touristen nach Rotorua, entsprechend gibt es viele Hotels in allen Preisklassen, mehrere Campingplätze und ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten, im Ortszentrum finden sich zwei oder drei Fahrradgeschäfte.

An vielen Stellen im Stadtgebiet tritt heißer Dampf aus der Erde, sieht man heißes Wasser blubbern oder zumindest ist der Boden warm oder sogar heiß. Über der Stadt verbreiten Schwefelwolken einen leichten Geruch nach faulen Eiern.

Neben den Geothermal-Gebieten ist Rotorua bekannt für kulturelle Darbietungen mit Konzerten, Tänzen und traditionellen Essen der Maori, die über ein Drittel der Bevölkerung stellen. Allerdings sind diese Attraktionen äußerst kommerzialisiert.

Zu einem minimalen Besichtigungsprogramm sollte ein Besuch des Whakarewarea Thermal Village gehören. In dem drei Kilometer vom Zentrum entfernten Maori-Dorf dreht sich alles um die heißen Quellen, auf denen es errichtet wurde. Ursprünglich wurden die Quellen zum Kochen, Baden und Wäschewaschen genutzt. Die Einwohner machen Führungen durch das Gelände und erzählen von ihrem Leben im Dorf. Zum nicht geringen Eintrittspreis gehört auch der Folklore-Auftritt einer Maorigruppe mitTanz und Gesang. Wir konnten uns des Eindrucks einer "Zoo-Besichtigung" nicht ganz erwehren.

Te Puia, eine sehr herausgeputzte Maori-Kulturstätte mit Museum, Kunsthandwerk- und Souvernirläden, ist quasi die Konkurrenzveranstaltung, jedoch wesentlich teurer. Von beiden Anlagen schaut man auf ein Geothermalfeld mit Geysiren, die einige Male täglich ausbrechen.

Waikato River Trail am Lake Maraetai bei Mangakino
Bild: Waikato River Trail am Lake Maraetai bei Mangakino
Mangakino Bridge
Bild: Mangakino Bridge
Lake Maraetai
Bild: Lake Maraetai
Hindernisse auf dem Waikato River Trail
Bild: Hindernisse auf dem Waikato River Trail
Lake Whakamaru
Bild: Lake Whakamaru
Lake Whakamaru Reserve
Bild: Lake Whakamaru Reserve
Lake Whakamaru
Bild: Lake Whakamaru
SH30 parallel zur Whakamato Section des Waikato River Trail
Bild: SH30 parallel zur Whakamato Section des Waikato River Trail
SH30 zwischen SH1 und Rotorua
Bild: SH30 zwischen SH1 und Rotorua
Heisse Quellen am Lake Rotorua
Bild: Heiße Quellen am Lake Rotorua
Rotorua
Bild: Government Gardens in Rotorua

Fast alle Sehenswürdigkeiten in Rotorua kosten gutes Geld. Kostenlos dagegen ist ein unmittelbar am Radweg Te Ara Ahi und Lake Rotorua liegendes Thermalgebiet, das allerdings so nicht spektakulär ist. Government Gardens ist ein im englischen Stil gehaltener Garten mit neuseeländischer Flora am Rotorua Museum. Im Kuirau Park kann ein weiteres kostenloses vulkanisches Gebiet besichtigt werden. Alle Sehenswürdigkeiten liegen im Stadtgebiet. Zudem bieten einige Campingplätze Hot Pools an, in denen nach der Radtour oder Besichtigung entspannt werden kann.

Unterkünfte entlang der Route sind in der Streckenübersicht beschrieben.

Karte zur Radtour von Mangakino nach Rotorua
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Mangakino nach Rotorua, Whakamaru Section teilweise auf SH30 (—»)