Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Radtour Neuseeland, Auckland - Wellington

Abschnitt:

Cambridge - Mangakino über Waikato River Trail

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 92 Kilometer lange Radtour von Cambridge nach Mangakino am Waikato River. Dieser Abschnitt ist Teil des Radweges von Auckland in Richtung Süden nach Wellington. Eine Übersicht zu allen Seiten des Radweges ist oben am Beginn dieser Seite dargestellt.

Radtour von Cambridge nach Mangakino über den Waikato River Trail

Einführung

Kernelement dieser Radtour ist der 100 Kilometer lange Waikato River Trail, den wir von der Arapuni Swing Bridge bis nach Atiamuri befahren. Dieser Radweg ist von seinen Betreibern in fünf Sektionen untergliedert, von denen zwei als anspruchsvoll (Advanced) eingestuft sind. Eine Befahrung mit bepackten Reiserädern ist möglich, jedoch sind diese beiden Sections sowohl konditionell als auch technisch sehr fordernd. Man muss sich darauf einstellen, öfter steil aufwärts und - je nach Fahrvermögen auch abwärts - das Rad anstrengend zu schieben. Kiwis sind hier nur mit Mountain Bikes und ohne oder minimalem Gepäck unterwegs. Nach stärkeren Regenfällen kann der Weg sehr schlammig und rutschig sein.

Teilweise gibt es die Möglichkeit zum Umfahren auf Straßen, allerdings werden dann auch die schönsten Abschnitte des River Trails außen vor gelassen.

An den einzelnen Abschnitten des Trails sind Sperren für Fahrzeuge angeordnet, durch die man die Räder schieben muss. Allerdings funktioniert dies nicht mit vollen Packtaschen, d.h. dass man an diesen Stellen in der Regel das Gepäck abladen und nach dem Passieren der Sperre wieder aufladen muss.

Folgende Streckeneinteilung erscheint vor dem Hintergrund der Wegesituation und des Abstands der Zeltstellen sinnvoll:

  • 1. Tag von Cambridge oder Karapiro Camping bis zum Jim Barnett Reserve
  • 2. Tag von Jim Barnett Reserve bis Mangakino
  • 3. Tag von Mangakino bis Atiamuri (Ende des Trails) am SH1. In Atiamuri gibt es keine Zeltstelle. Wer teilweise die parallel laufende Straße fährt, schafft es bis Rotorua.

Cambridge - Waikato River Connection

Die Cambridge -Waikato River Connection geht von Cambridge nach Arapuni. Es gibt jedoch nur zwischen Cambridge und Waikato einen Radweg, auf dem weiteren Weg bis Arapuni fährt man auf kaum befahrenen Sträßchen. Der Verbindungs-Radweg ist nicht ausgeschildert.

Achtung: Auf den nächsten 92 Kilometern gibt es bis Mangakino keine Einkaufsmöglichkeit! Für diese Distanz sollten mindestens zwei Fahrtage mit entsprechendem Proviant eingeplant werden.

Ab Cambridge fahren wir bequem auf einem ebenen, straßenbegleitenden Radweg entlang der Maungatautari Road zum Lake Karapiro. Am See liegt das Karapiro Camping & Pursuit Centre, die letzte komfortable Übernachtungsmöglichkeit mit Küche und Duschen bis Rotorua. Für 1,5 Kilometer rollen wir auf einer separaten Radspur entlang des Seeufers, teilweise auf Planken über dem Wasser, dann müssen wir auf die Straße. Es herrscht jedoch nur ganz wenig Verkehr. Wir entfernen uns vom Lake Karapiro und kurbeln weiter auf der Maungatautari Road in einem ständigen Auf und Ab durch Weideland. Bis auf 200 Meter über dem Meeresspiegel arbeiten wir uns hoch, um dann lange Zeit durch Farmland mit Rinderweiden auf und ab zu fahren. Mit bis zu 9% warten die Anstiege und Gefälle auf, meistens liegen sie jedoch nicht über 7%.

Ab dem Weiler Horahora heißt die Landstraße Opeipunga Road. Wir bleiben immer auf der leicht als Hauptstraße erkennbaren Route.

Nach 32 Kilometern quert die Straße in einem Halbkreis ein Tal mit dem Waitete Stream.

35 Kilometer nach Cambridge verzweigt sich die Straße und wir biegen sehr scharf nach links ein und rollen hinunter zum Arapuni Dam.

Kurz vor dem Arapuni Dam liegt linker Hand ein Rastplatz mit Toiletten, Wasser, Tischen und Bänken. Es gibt nun zwei Alternativen zur Weiterfahrt. Die kürzere Option geht über die Mauer des Staudamms und biegt dort nach Süden in den Waikato River Trail ein.

Wir favorisieren eine etwas längere Variante und fahren vom Parkplatz aus nach Norden entlang des westlichen Ufers des Waikato Rivers über eine Privatstraße zur Arapuni Swing Bridge. Die Straße gehört zum Kraftwerksbetrieb und ist für die Durchfahrt gesperrt. Mit etwas Geschick passen wir mit den bepackten Tourenrädern durch den Durchlass für Fußgänger und Radfahrer und rollen dann 1,3 Kilometer über eine geteerte Straße zur Swing Bridge.

Die Arapuni Swing Bridge ist eine 152 Meter lange Hängebrücke über die von senkrechten Felswänden begrenzte Arapunischlucht mit dem 54 Meter tiefer fließenden Waikato River. Sie ist nur für Fußgänger freigegeben, mit dem Rad darf man hinüber schieben, ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Hängebrücke bei Arapuni
Bild: Hängebrücke bei Arapuni (Arapuni Section)

Auf dem östlichen Ufer angekommen, beginnt unsere Radtour auf dem 100 Kilometer langen Waikato River Trail (offizielle Webseite) entlang Neuseelands längstem Fluss.

Waikato River Trail

Offizieller Startpunkt des Waikato River Trail ist der weiter nördlich liegende Pokaiwhenua Bridge Carpark, der von Cambridge aus aber nur über den stark befahrenen State Highway 1 erreichbar ist.

Der River Trail ist in fünf Sections gegliedert, die von den Wegebetreibern nach Schwierigkeitsgraden klassifiziert sind.

(1) Karapiro Section

Die erste Section (Karapiro Section) ist 11,5 Kilometer lang und mit dem Schwierigkeitsgrad "Intermediate" eingestuft. Sie beginnt am Pokaiwhenua Bridge Carpark und erstreckt sich bis zur Arapuni Swing Bridge.

(2) Arapuni Section

Wir steigen mit unserer Route also in die Section 2 ein, die von der Arapuni Swing Bridge über 36 Kilometer zum Waipapa Dam führt. Sie ist mit dem Grad "Advanced" klassifiziert. Zwischen der Swing Bridge und dem Zeltplatz Jones Landing führt der Radweg am Steilufer des Waikato entlang. Es ist ein schwieriger Mountainbike-Weg. Wer ein geländegängiges Tourenrad besitzt und bereit ist, häufige sehr steile Abschnitte auch mit schwerem Gepäck zu schieben, kann diesen landschaftlich sehr schönen Trail nutzen.

Alternativ kann die Strecke bis zum Arapuni Dam über die in einem Bogen nach Osten gehende Darby Road und die Lake Arapuni Road umgangen werden. Wer bis zu Jones Landing insgesamt 7,5 Kilometer auf der Lake Arapuni Road bleibt, umgeht den gesamten von uns als Advanced eingestuften Abschnitt. Über den Trail beträgt die Distanz fünf Kilometer.

Wir entschließen uns für den Trail. Von der Swing Bridge kurbeln wir über den meistens recht breiten Weg bis zum Arapuni Dam. Teilweise wird der Weg jedoch sehr schmal und ist von Wurzeln bewachsen. Am westlichen Ufer schauen wir auf senkrechte Felswände. Einige kürzere Abschnitte können mit Gepäck nur schiebend bewältigt werden. Im Großen und Ganzen ist dieses Stück noch gut machbar.

Mit Erreichen des Arapuni Dam besteht die letzte Möglichkeit auszusteigen und bis Jones Landing über die Straße zu fahren. Denn nun nimmt der Radweg auf den folgenden zwei Kilometern überwiegend die Breite eines schmalen Pfades an. Dies ist der technisch anspruchsvollste Teil des Trails. Es gibt viele sehr steile Anstiege und Gefälle, die mit Gepäck nur geschoben werden können. Einige Anstiege sind so steil, das schwer bepackte Räder nur mit großer Mühe hochgeschoben werden können. Es ist machbar, aber auf Dauer sehr anstrengend. Hin und wieder muss der durch dichten Wald führende Pfad Steilwände am Fluss umgehen.

Waikato River Trail nördlich von Jones Landing
Bild: Waikato River Trail zwischen Arapuni Dam und Jones Landing (Arapuni Section)

Der Mountainbike Trail windet sich in engen Serpentinen steil rauf und runter. Kleine Holzbrücken helfen über Bäche und Rinnen. Schließlich rollen wir steil in engen Kehren abwärts zu einer schmalen Teerstraße (Lake Arapuni Road), für Wanderer gibt es einen kürzeren Weg über eine Treppe.

Waikato River Trail und Lake Arapuni
Bild: Waikato River Trail und Lake Arapuni (Arapuni Section)

An der Lake Arapuni Road biegt rechts ein kurzes Sträßchen zu dem sehr schön unmittelbar an dem zum Lake Arapuni aufgestauten Waikato River liegenden kostenlosen Zeltplatz Jones Landing (Tische, Bänke, Trockentoilette, Wasser, siehe auch Streckenübersicht).

Weiter auf dem Radweg fahren wir links in die Teerstraße und bleiben für die nächsten neun Kilometer auf der Lake Arapuni Road, die nun vom Fluss weg durch Weideland führt. Wir arbeiten uns nun 225 Höhenmeter auf eine Höhe von 350 Metern hinauf, die Anstiege betragen meistens nicht mehr als 6%. Nach dem Mountain Bike Trail ist die Teerstraße sehr erholsam.

An einer Wegegabelung treffen wir auf die Huihuitaha Road, fahren weiter geradeaus, lassen als nächstes die Waotu Main Road links liegen und biegen an der nächsten Straßengabelung rechts in die Waotu South Road ab (nicht der breiteren Straße folgen). Am Abzweig gibt es ein Hinweisschild zum Jim Barnett Reserve, das wir 1,2 Kilometer nach dem Abzweig und nach einem steileren Anstieg erreichen.

Eine Umgehung des schwierigen und anstrengenden Abschnittes zwischen dem Ende der Waotu South Road südlich der Jim Barnett Reserve und dem Waipapa Dam ist nur weiträumig möglich. Eine Möglichkeit ist, anstelle in die Waotu South Road einzubiegen (siehe A3 in der Karte), weiter in Richtung Tokoroa zu radeln. Theoretisch kann man von Tokoroa wieder zum Wakaito River Trail fahren, erreicht ihn jedoch erst nach 44 Kilometern südlich von Mangakino bei Whakamaru. Sinnvoller erscheint es, wenn man schon in Tokoroa ist, weiter über den rege befahrenen SH1 und SH30 nach Rotorua zu reisen. Eine bessere und kürzere Variante (A2 in der Karte) zur Umgehung des Abschnittes ist, vom Arapuni Dam zurück auf die Ostseite des Wakaito Rivers und dort weiter über die Rotongata Road und Waipapa Road zum Waipapa Dam, wo wieder der Wakaito River Trail erreicht wird. Dort kann entweder über die Straße oder den Trail nach Mangakino gefahren werden. Die letzt genannte Variante ist 31 Kilometer lang und der Cycle Trail 34 Kilometer, davon 15 Kilometer anspruchsvoller Track (Grade: advanced).

Jim Barnett Reserve ist ein 25 Hektar großes Naturschutzgebiet mit schönem ursprünglichem Wald, der in dieser Gegend als einsame Insel dem vor 140 Jahren begonnen Kahlschlag trotzen konnte. In dem Gelände gibt es zwei kostenlose Zeltstellen mit Trockentoiletten und Wasserhahn. Mehrere Rundwege führen durch den Urwald. Höhepunkt ist ein mächtiger 1000 Jahre alter Totara Baum. Der größere Zeltplatz mit einer Wiese liegt straßennah, dort gibt es Faltblätter mit einer Orientierungskarte zu den kurzen Wanderwegen in der Reserve. Über einen gewundenen Weg kann man durch den Wald zur zweiten Zeltstelle rollen. Sie ist sehr klein und ein wenig uneben, liegt aber sehr schön mitten im Wald und weiter abseits der kaum befahrenen Straße als die große Zeltwiese. Abens und früh morgens ertönt hier ein wahres Konzert aus vielen Vogelstimmen.

Wir kurbeln weiter leicht aufwärts auf der geteerten Straße durch Farmland mit Rinderweiden. Fünf Kilometer nach der Jim Barnett Reserve endet die Waotu South Road an einer Farm. Der Waikato River Trail biegt scharf rechts in einen Pfad ein, der sich steil ohne Kurve etwa 200 Meter einen Hügel auf eine Höhe von 350 Metern hinauf zieht. Von oben bietet sich ein schöner Blick über den Waikato River bzw. den Lake Arapuni.

In endlosen Kehren windet sich der ca. einen Meter breite Radweg nun sehr steil zum Fluss hinunter. Mit großer Vorsicht lässt sich dieser Abschnitt bergab befahren, die Kehren sind jedoch oft so eng, dass sie mit Gepäck ohne Absteigen nicht genommen werden können. In Gegenrichtung ist der Aufstieg unseres Erachtens mit beladenem Rad auch mit Schieben nicht zu bewältigen. Rechts der Strecke befindet sich ein großer Steinbruch. Am Waikato River angekommen, bleibt der Radweg entlang des Ufers. Er ist weiterhin ca. einen Meter breit und führt uns ständig rauf und runter. Die vielen kurzen Anstiege sind oft mit Gepäck nicht zu fahren und nicht selten auch anstrengend zu schieben.

Zwischen dem Lake Arapuni und dem Weideland erstreckt sich ein schmaler Gürtel mit dichtem Buschwerk und Bäumen, durch die der Radweg geführt ist. Nur selten wird einmal der Blick auf das Wasser freigegeben. Bei Kilometer Zwölf nach der Jim Barnett Reserve erreichen wir die Mangawera Bridge. Die 80 Meter lange Hängebrücke überspannt den tief unten in einem Seitental des Waikato Rivers fließenden Mangawera. Weit unterhalb der Brücke sieht man das dichte, in allen Grüntönen leuchtende Blätterdach der Bäume. Nach der Hängebrücke bleibt der Weg unverändert anstrengend.

Lake Arapuni nördlich des Waipapa Damms
Bild: Lake Arapuni nördlich des Waipapa Damms (Arapuni Section)

Sieben Kilometer hinter der Mangawera Bridge wird der Weg breiter und hat den Charakter eines Forstweges. Er lässt sich nun auch hinsichtlich der Anstiege gut befahren. Nach einigen Kilometern verlässt der Radweg jedoch den breiten Fahrweg und wird wieder anstrengend.

Acht Kilometer nach der Mangawera Bridge stehen wir am Rande einer Schlucht vor einer Treppe. 107 Stufen müssen Räder und Ausrüstung über die Holztreppe hinunter getragen werden. Das von steilen Felswänden begrenzte wunderschöne Seitental des Waikato River entschädigt für die Anstrengung. Ein kristallklarer Bach schlängelt durch das dichte Grün des Urwalds. Unser Radweg balanciert eng und zum Teil ausgewaschen unterhalb der Felswände in Richtung des Waikato River - ein toller Abschnitt, aber fahrtechnisch auch sehr anspruchsvoll. Vom Eingang der Schlucht ist bereits der Waipapa Dam zu sehen. Unversehens verbreitet sich der Weg und wir rollen wenig später über den Damm auf die andere Seite des Waikato River.

(3) Waipapa Section

Am Waipapa Dam beginnt die dritte Section. Sie ist 19 Kilometer lang und endet im Mangakino. Auch diese Section ist offiziell als "Advanced" eingestuft.

Ab dem Waipapa Dam radeln wir zunächst 2,5 Kilometer bergauf auf der fast verkehrslosen geteerten Waipapa Road, alternativ kann der hartgesottene Mountainbiker den eigens für den Radweg angelegten Schotterstreifen direkt neben der Straße nutzen. Die Waipapa Road begleitet anfangs den aufgestauten Lake Waipapa. Wenn sie sich vom See entfernt, biegt der Radweg ab.

Karte zur Radtour von Cambridge nach Mangakino
Bild: Karte zur Radtour von Cambridge nach Mangakino
Karte zum Umfeld von Arapuni
Bild: Karte zum Umfeld von Arapuni
Cambridge - Waikato River Connection am Lake Carapiro
Bild: Cambridge - Waikato River Connection am Lake Carapiro
Maungatautari Road zwischen Karapiro und Horahora
Bild: Maungatautari Road zwischen Karapiro und Horahora
Waikato River südlich von Arapuni
Bild: Waikato River südlich von Arapuni (Arapuni Section)
Lake Arapuni Road südlich von Jones Landing
Bild: Lake Arapuni Road südlich von Jones Landing (Arapuni Section)
Abstieg vom Ende der Waotu South Road zum Waikato River (Arapuni Section)
Bild: Abstieg vom Ende der Waotu South Road zum Waikato River (Arapuni Section)
Arapuni Lake (Arapuni Section)
Bild: Arapuni Lake (Arapuni Section)
Hängebrücke auf dem Waikato River Trail (Arapuni Section)
Bild: Hängebrücke auf dem Waikato River Trail (Arapuni Section)
Steiler Abstieg über 107 Treppenstufen (Arapuni Section)
Bild: Steiler Abstieg über 107 Treppenstufen (Arapuni Section)
Waikato River Trail zwischen Waipapa Damm und Mangakino (Waipapa Section)
Bild: Waikato River Trail zwischen Waipapa Damm und Mangakino (Waipapa Section)
Waikato River Trail am Lake Waipapa (Waipapa Section)
Bild: Waikato River Trail am Lake Waipapa (Waipapa Section)
Lake Waipapa nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Bild: Lake Waipapa nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Windbruch auf dem Waikato River Trail nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Bild: Windbruch auf dem Waikato River Trail nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Sehr steiler Abschnitt des Waikato River Trails nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Bild: Sehr steiler Abschnitt des Waikato River Trails nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Sehr steiler Abschnitt des Waikato River Trails nördlich von Mangakino (Waipapa Section)
Bild: Lake Maraetai an der Lakefront Reserve bei Mangakino (Maraetai Section)
Lakefront Reserve in Mangakino (Maraetai Section)
Bild: Lakefront Reserve in Mangakino (Maraetai Section)

Es besteht die Möglichkeit, bis Mangakino auf der Straße zu bleiben und so den folgenden anstrengenden Abschnitt zu umgehen, auf dem es keinen Ausstiegspunkt gibt. Die Straßenalternative ist mit 14 Kilometern sogar ein wenig kürzer als der Radweg, steigt jedoch 160 Höhenmeter auf 300 Meter Höhe an und ist im weiteren Verlauf mit einigem Auf und Ab verbunden. Insgesamt ist dieser Streckenabschnitt leicht zu fahren und zur Entschädigung für den Anstieg über die Straße gibt es schließlich eine sehr schöne, ca. 5 Kilometer lange Abfahrt nach Mangakino.

Zurück zum Waikato River Trail: Nach Verlassen der Waipapa Road ist der Radweg auf den ersten Kilometern nur einen Meter breit und windet sich in Serpentinen und Kurven durch dichtes Buschwerk - ein sehr schöner Abschnitt, der sich in langsamen Tempo gut befahren lässt, da es überwiegend abwärts geht oder mit maximal 8% aufwärts. Der Weg wendet sich schließlich hinunter zum Lake Waipapa und führt - teilweise auf Holzplanken - sehr schön entlang der Wasserlinie.

Schließlich folgt ein sehr steiler Anstieg um 130 Höhenmeter in Kehren durch Wald. Bei 20% Steigung fällt auch das Schieben der bepackten Reiseräder schwer. Schließlich wird nach dem Anstieg der Weg richtig breit und lässt sich gut befahren, da er längere Zeit ungefähr auf einer Höhe bleibt. Wir rollen dann steil in ein Seitental hinunter und schieben auf der anderen Seite über blanken Fels wieder hinauf. Während unserer Befahrung lagen einige frisch umgestürzte Bäume über dem Weg, die es irgendwie zu übersteigen galt. Unverhofft erreichen wir schließlich eine Schranke und kurz dahinter eine schmale Teerstraße, die hinunter zum Maraetai Dam führt.

Der Waikato River Trail quert die zum Maraetai Dam hinabführende Straße und dreht noch eine Kurve durch den Wald, um dann auf der wenig befahrenen Waipapa Road bis Mangakino zu bleiben. Wir haben uns die Kurve gespart und sind gleich auf der Straße geblieben, die noch einige Male recht steil ansteigt und wieder abfällt, bis sie in die Waipapa Road mündet, die uns geradewegs bergab nach Mangakino bringt.

In Mangakino gibt es einen Store im Ortszentrum, Zimmervermietung und eine kostenlose Zeltstelle mit Toiletten und Wasser im Lakefront Reserve unmittelbar am Stausee.

Unterkünfte entlang der Strecke von Cambridge nach Mangakino sind in der Streckenübersicht beschrieben.

Höhenprofil zur Radtour von Cambridge nach Mangakino
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Cambridge nach Mangakino (—»)