Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Island, Radtour 6, östliche Ringstraße: Akureyri - Djupivogur


Abschnitt:

Übersicht zur Radtour

Bild: Karte zur Radtour von Akureyri nach Djupivogur (Klicken in die Karte führt zur Tourbeschreibung)

Übersicht zur Radtour durch Island von Akureyri nach Djupivogur

Wir beschreiben auf den folgenden Seiten den nordöstlichen, 357 Kilometer langen Abschnitt der Ringstraße von Akureyri im Norden über Egilsstadir im Osten, nach Djupivogur an der Südküste Islands.

Auf diesem Abschnitt erwarten uns zahlreiche landschaftliche Höhepunkte Islands:

  • der Godafoss,
  • der Myvatn,
  • das Solfatarenfeld Namaskard,
  • ein Abstecher zum Dettifoss und
  • der Öxipass im Süden.

Wir starten in Akureyri am Eyjafjord im Norden Islands und radeln über einen Gebirgszug östlich des Eyjafjords mit 9% Steigung zum Godafoss. Der Godafoss liegt quasi direkt an der Ringstraße und ist mit seinen zahlreichen Kaskaden ein absolutes Muss. Weiter geht es mit 6 bis 7 % Steigung über einen kleinen Rücken in ein Tal mit dem Ort Laugar. Dann folgt eine letzte Steigung mit 6 bis 8% hinauf zum Myvatn und entlang des Sees zum größten Ort Reykjahlid. Am Myvatn gibt es zahlreiche interessante vulkanische Gebiete zu besichtigen.

Ein weiterer Höhepunkt dieser Radtour ist das beeindruckende Solfatarenfeld Namaskard. Es liegt nur sechs Kilometer östlich von Reykjahlid entfernt und kann natürlich auch von Reykjahlid aus im Rahmen eines Tagesausflugs besichtigt werden. Namaskard liegt am Rande einer weiten Hochfläche. Die Ringstraße durchquert diese wasserlose Ebene ohne nennenswerte Steigungen und ohne nennenswerte Kurven von West nach Ost. Vom Myvatn sind 205 Kilometer durch diese wüstenhafte Landschaft nach Egilsstadir im Osten Islands zu radeln.

Während der gesamten Radtour vom Myvatn nach Egilsstadir gibt es keine Möglichkeiten, Lebensmittel einzukaufen mit Ausnahme der in drei Gästehäusern angebotenen Verpflegung. Daher sollte man sich in Reykjahlid am Myvatn für mindestens drei Tage eindecken.

Es gibt nur drei Unterkünfte während der Radtour vom Myvatn nach Egilsstadir (und Zeltstellen in der Natur). Nach Überqueren des Flusses Jökulsa a Fjöllum, 37 km nach Verlassen des Myvatn und etwa 6 Kilometern abseits der Ringstraße, liegt an der abzweigenden Straße 864 in Grimsstadir ein Campingplatz mit einem einfachen Gästehaus. Die Straße 864 führt über 28 Kilometer zum Dettifoss. Wer möchte, kann hier einen Abstecher zum Dettifoss unternehmen.

20 Kilometern nach dem Abzweig gibt es an der Ringstraße Zeltmöglichkeiten in der Natur an einem Bach (in der Karte oben grün eingezeichnetes Zelt). Bis zum Bauernhof Möðrudalur mit Campingplatz sind ab Jökulsa a Fjöllum 34 Kilometer zu radeln. Der Bauernhof liegt 8 Kilometer von der Ringstraße entfernt an der nicht asphaltierten Straße 901. Am Abzweig muss man sich zwischen Ringstraße und der 901 entscheiden. Beide treffen kurz vor dem Jökuldalur wieder zusammen.

Ab der Brücke über die Jökulsa ist die Ringstraße durch eine anfangs ebene, dann bergige, wüstenähnliche Landschaft geführt. Es folgt ein Schwenk nach Süden durch die große flache Jökuldalsheidi. An deren Ende trifft die Straße 901, vom Bauernhof Möðrudalur kommend, wieder auf die Ringstraße. Nun schwenkt die Ringstraße nach Osten und es geht steil hinab in das Jökuldalur. Unten im Tal passiert man die erste und einzige, auf der gesamten Strecke vom Myvatn nach Egilsstadir direkt an der Ringstraße liegende Unterkunft Skjödalsstadirskola (Gästehaus und Campingplatz in einer ehemaligen Schule). Dreißig Kilometer geht es nun überwiegend abwärts durch das Jökuldalur. Dann wendet sich die Ringstraße scharf nach Südosten, überquert einen Höhenzug und führt uns hinunter nach Egilsstadir am See Lagarfljót.

Hinsichtlich der Topografie ist die Strecke vom Myvatn nach Egilsstadir in der von uns beschriebenen Richtung eine relativ einfach zu fahrende Tour - solange das Wetter mit macht und kein heftiger Ostwind herrscht, der dann als kräftiger Gegenwind ins Gesicht bläst. Genau das war auf dem Abschnitt vom Myvatn bis zur Jökulsa bei unserer Radtour der Fall und so konnten wir auf 30 Kilometern nur im Schritt-Tempo fahren. Da es in diesem Bereich keine topografischen Hindernisse oder Richtungswechsel gibt, kann man auf dieser Radtour dem Gegenwind nicht entkommen. Das anstrengende Treten fast auf der Stelle kann dann mit der Zeit ziemlich frustriend sein.

Von Egilsstadir im Osten bis nach Djúpivogur an der Südküste Islands sind noch 86 Kilometer zu radeln. In diesem Abschnitt wechseln wir auf die Piste 939 zum Öxi-Pass und erreichen am Ende des Passes am Meer wieder die Ringstraße. Anstelle der extrem steilen Abfahrt über den Öxi-Pass kann man auch durchgängig auf der Ringstraße bleiben. Dies bedeutet allerdings einen Umweg von etwa 60 Kilometern.

Auf diesem Abschnitt der Radtour sind größere Bereiche nicht geteert. Einkaufen kann man in Egilsstadir und am Zielort Djúpivogur. Während es in Egilsstadir alle Möglichkeiten zur Versorgung gibt, reduziert sich das Angebot in Djúpivogur auf einen Supermarkt, der jedoch kaum Wünsche offen lassen dürfte.

Namaskard, Island
Bild: Solfatarenfeld Namaskard

Höhenprofil zur Radtour von Akureyri nach Djupivogur

Das Höhenprofil zur Radtour von Akureyri nach Djupivogur ist in der Abbildung am Ende der Seite dargestellt. Auf der 357 Kilometer langen Strecke sind jeweils 2600 Höhenmeter steigend und fallend zu radeln. Gut spürbar sind die Anstiege zu den Höhenrücken kurz hinter Akureyri und dem Godafoss. Herausragend ist der Anstieg zum Öxipass, jedoch kein Vergleich mit der Auffahrt zum Öxipass in Gegenrichtung von Meereshöhe. Diese 500 Höhenmeter dürften größtenteils nur schiebend zu bewältigen sein. In der Richtung von Djupivogur nach Akureyri ist die gesamte Strecke spürbar steiler. Auch der Aufstieg aus dem Jökuldalur um fast 400 Höhenmeter ist sehr steil.

Höhenprofil zur Radtour von Akureyri nach Djupivogur
Bild: Höhenprofil zur Radtour von Akureyri nach Djupivogur (—»)