Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Island, Radtour 4, F35: Geysir - Artun an der nördl. Ringstraße


Abschnitt:

Übersicht zur Radtour

Langjökull, Island
Bild: Langjökull

Übersicht zur Radtour durch Island vom Geysir nach Artun

Die auf den folgenden Seiten beschriebene Radtour durch Island, die sogenannte Kjölur-Route, beginnt am Geysir und führt über die Hochlandpiste F35 nach Artun an der Ringstraße 1 im Norden Islands. Artun liegt etwa 21 Kilometer östlich des etwas größeren Ortes Varmalid an der Ringstraße. Besonders herausragende Sehenswürdigkeiten auf dieser Radtour sind der Gullfoss im Süden, der bei gutem Wetter herrliche Blick auf den Langjökull und die heißen Quellen bei Hveravellir auf halber Strecke nach Artun.

Bild: Karte zur Radtour vom Geysir nach Artun

Dauer der Radtour

Für die 185 km lange Radtour sollten für mindestens vier, besser fünf Tage Lebensmittel in den Packtaschen sein. Bei gutem Wetter und sehr guter Kondition ist die Radtour in zwei Tagen zu schaffen. Wir empfehlen aber, sich mehr Zeit zu lassen und mindestens an den heißen Quellen von Hveravellir etwas zu verweilen und zu Fuß ein paar Ausflüge zu machen. Schlechtes Wetter muss man im Zelt aussitzen können und dafür genügend Lebensmittel-Reserven auf dem Rad haben. Bei schlechtem Wetter sollte man am besten garnicht erst starten und statt dessen am Geysir (z.B. in den Hot pots) auf Wetterbesserung warten, anstatt irgendwo an der F35 in einem Notbiwak am Straßenrand festzusitzen.

Zustand der Strecke

Die F35 ist nicht asphaltiert. Alle Flüsse sind überbrückt, daher gilt sie als gemäßigte Hochlandpiste und ist mit normalen PKW befahrbar (wenn man das Gerüttele den Stoßdämpfern zumuten möchte). Eine Folge ist der für das Hochland relativ starke Verkehr auf der Strecke, was wiederum dem Zustand der Straße sehr abträglich ist. In weiten Bereichen hat sich eine üble steinige Wellblechpiste entwickelt. Es ist oftmals auch dem Radler mit seinem geringen Platzbedarf nicht möglich, den Bodenwellen und Schlaglöchern auszuweichen. Wenn dann noch Gegenwind oder Regen hinzukommen, kann schnell die Grenze der Belastbarkeit erreicht werden. Trotzdem ist das Rad-Erlebnis "Hochlandpiste " nach unserer Meinung unbedingt lohnend, zumal eine erholsame Rast an den heißen Quellen in Hveravellir als Belohnung winkt.

Topografie

Auf der 100 Kilometer langen Strecke von Geysir bis nach Hveravellir sind etwa 1500 Höhenmeter zu radeln. Es gibt einige kurze, starke Steigungen von bis zu 18% auf der Schotterstrecke. Insgesamt ist die Strecke nach dem Aufstig ins Hochland von einem dauernden Auf und Ab geprägt. Nach Hveravellir geht es dann abwärts zur Nordseite Islands. Das unten abgebildete Höhenprofil beschreibt den Abschnitt vom Geysir nach Hveravellir.

F35 in Island
Bild: Hochlandpiste F35

Zusammenfassung

Die F35 ist landschaftlich sehr reizvoll und aus diesem Gesichtspunkt heraus eine sehr empfehlenswerte Radtour. Voraussetzung für eine Befahrung ist, dass man sich zutraut, 150 Kilometer steinige und wellige Piste (auch bei schlechtem Wetter) zu fahren. Im Notfall kann man unterwegs in den zweimal täglich zwischen Selfoss und Akureyri verkehrenden Linienbus umsteigen.

Höhenprofil Strecke 4
Bild: Höhenprofil zur Radtour vom Geysir nach Hveravellir (—»)