Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

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Übersichtsinfos zu Radtouren in Island


Abschnitt:

Unterkünfte

Zelten auf Island

Zelten gewährt während einer Radtour die Freiheit, dort zu bleiben, wo es schön ist. Wenn es einen Wettersturz gibt und sintflutartig regnet, kann man rasch sein Zelt aufbauen, vorausgesetzt, die Landschaft spielt mit und man radelt nicht gerade durch ein Lavafeld oder eine Steinwüste.

Außerhalb von Naturschutz- und Nationalparks darf in der "freien" Natur gezeltet werden. Wir weisen in unseren Streckenbeschreibungen auf gute Zeltmöglichkeiten hin, da oftmals über sehr viele Kilometer keine Campingplätze oder "wilde" Zeltstellen zu finden sind. An manchen Strecken gibt es z.B. kein Wasser oder der Untergrund ist absolut ungeeignet (Lava, Sand). Dann ist es sehr hilfreich, wenn man z.B. am späten Nachmittag einen geeigneten Platz sieht und weiß, dass sich die nächste Gelegenheit erst nach 30 Kilometern bieten würde.

Es gibt eine relativ große Anzahl Campingplätze auf Island. Sie unterscheiden sich in ihrer Ausstattung und dem Ambiente sehr von den deutschen Plätzen, die ja häufig überwiegend von Dauercampern belegt sind.
Trotz der niedrigen Temperaturen und des häufigen Regens besitzen nur wenige Plätze Aufenthaltsräume oder Trockenmöglichkeiten. Bei schlechtem Wetter sind die Aufenthaltsräume natürlich schnell belegt, da in Island noch viele Leute mit dem Zelt unterwegs sind. Auch die Ausstattung mit Sanitäranlagen ist sehr unterschiedlich. Manchmal gibt es auch nur einen Wasserhahn im Freien und Toilette. Wir haben die Ausstattung der einzelnen Plätze in den Streckenbeschreibungen dokumentiert.

In der Regel besteht der Untergrund der Campingplätze aus Wiese. Da die Humusschicht oft dünn ist oder auch mal keine existiert, muss unbedingt ein Hammer zum Eintreiben und Lösen der Häringe mitgeführt werden. Wegen des scharfkantigen Lavasandes sollte der Zeltboden mit einer Plane geschützt werden.

Das Zelt muss unbedingt sturm- und regenfest sein. Bewährt haben sich Tunnelzelte mit einer großen Apsis zum Kochen und Abstellen des Gepäcks.

Svarta, Island
Bild: Naturcamping am Fluss Svarta

Herbergen

Wir haben uns nach tagelangem Dauerregen auch gerne mal in privaten Unterkünften oder Internaten erholt.

Da die isländischen Kinder lange Sommerferien haben, werden viele Internate im Sommer zu Unterkünften für Touristen umgewandelt. Die Zimmer sind einfach. Dusche und WC können auch mal auf dem Flur sein. Nicht immer gibt es ein Frühstück oder Abendessen, oft wird aber eine Kochgelegenheit für Selbstversorger angeboten.

Wer ohne Zelt unterwegs ist, muss seine Etappen auf die nicht selten sehr großen Abstände zwischen festen Unterkünften ausrichten, was nicht einfach ist. Da wir sie nur bei schlechtem Wetter genutzt haben, besitzen wir keinerlei Erfahrungen über ihre Auslastung bei gutem Wetter. Wenn das Wasser auf den Campingplätzen steht, ist es ratsam, rechtzeitig die nächste feste Unterkunft vorzubuchen.

Wir empfehlen mit dem Zelt zu reisen, da man nur so flexibel bei der Streckenplanung ist. (—»)