Touren-Wegweiser für Radfahren und Wandern

Auf dieser Seite:

Radweg über den EV1 von Plymouth nach Aberdeen

Abschnitt:

Ballylickey - Dunloe

Blick von der N71 zurück nach Süden auf die Bucht bei Glengarriff
Bild: Blick von der N71 zurück nach Süden auf den Glengarriff Harbour
Blick von Fossa auf die Berge der Halbinsel Iveragh
Bild: Blick von Fossa auf die Berge der Halbinsel Iveragh

Wir beschreiben auf dieser Seite eine 96 Kilometer lange Radtour von Ballylickey nach Dunloe. Sie ist Teil des europäischen Fernradweges Eurovelo 1 von Portugal zum Nordkap. Eine Übersicht zu allen Seiten des EV1 von Plymouth nach Aberdeen ist am Beginn dieser Seite dargestellt.

Von Ballylickey nach Dunloe in der Nähe des Lough Leane

Eurovelo 1Der Eurovelo 1 ist auf dieser durchgehend geteerten Etappe nicht ausgeschildert.

Bis Kenmare müssen wir nun 40 Kilometer über die von vielen Touristen und auch einigen Lastwagen frequentierte Nationalstraße 71 radeln. Es gibt weiter östlich eine kaum benutzte Nebenstraße, die jedoch wesentlich steiler als die Hauptstraße ist.

Auf der 13 Kilometer langen Strecke von Ballylickey zum nächsten Ort Glengarriff ist ein 80 Meter hoher Hügel zu überwinden. Die N71 entfernt sich in Ballylickey vom Meer und steigt stetig mit nicht mehr als 5% durch Buschwerk an. Sie lässt sich einfach fahren, wenn der Verkehr nicht allzu stark ist.

In Glengarriff erreichen wir mit der Bucht Glengarriff Harbour wieder kurzzeitig das Meer. Der touristische kleine Ort mit einigen Restaurants, Pubs und Cafés und natürlich B&Bs liegt langgestreckt am Ende des Glengarriff Harbour.

Hinter den letzten Häusern von Glengarriff steigt die N71 zu einem 300 Meter hohen Pass an. Anfangs radeln wir kurvig durch dichtes Buschwerk, dann durch kahle Tundra stetig aufwärts. Mit Erreichen der Baumgrenze macht die Straße einen größeren Bogen nach Osten. Bei der südlichen Kehre bietet sich ein schöner Blick hinunter auf den Glengarriff Harbour. Die Steigung beträgt maximal 8%. Am höchsten Punkt fahren wir durch den kurzen Turners Rock Tunnel. Auf dessen Nordseite bietet sich ein toller Ausblick auf die vor uns liegende 38 Kilometer lange herrliche Abfahrt nach Kenmare.

In dem sehr touristischen, lebhaften Ort Kenmare erreicht die Strecke wieder Meereshöhe. In Kenmare erwarten uns am Beginn des touristischen Hotspots Ring of Kerry zahlreiche Restaurants, Cafés, Pubs und Supermärkte. Hier sollten unbedingt die Vorräte aufgefüllt werden, da es im weiteren Verlauf der Strecke lange keine Geschäfte mehr gibt.

Wir biegen in Kenmare in die Nationalstraße 70 nach Westen ein und folgen der Uferlinie der Kenmare Bay. Die N70 ist Teil des bekannten Ring of Kerry, einer Ringstraße um die Halbinsel Iveragh. Sie ist einer der großen touristischen Anziehungspunkte Irlands. Jeder Irland besuchende Tourist glaubt diese diese Straße fahren zu müssen. Entsprechend viel Verkehr, vor allem auch durch zahlreiche Wohnmobile und Reisebusse, ist anzutreffen. Ob das mit dem Rad noch Spaß macht wollen wir bezeifeln. Wir haben uns den Abstecher vom EV 1 daher geschenkt.

Wir befahren die N70 jedoch nur auf den ersten 12 Kilometern. Auf diesem Stück zeigt sich die Landschaft eher unspektakulär, die Straße verläuft einige hundert Meter von der Uferlinie entfernt. Dichtes Buschwerk und Bäume schützen vor dem Westwind und verhindern den Blick auf die Bucht.

Nach 11 Kilometern macht die Straße einen scharfen Schwenk nach rechts und umrundet eine kleine Bucht. Hier biegen wir an der Blackwater Bridge in eine schmale Nebenstraße ein, die uns nach Norden in die Berge der Halbinsel Iveragh führt. Für fünf Kilometer bleiben wir auf dieser Straße und passieren unterwegs einen kleinen Shop mit Tankstelle. Die Straße steigt mit 5% nur gemächlich durch Buschwerk an. Nach fünf Kilometer mündet unsere Straße in die R568 und unser Radweg EV1 biegt nach links in sie ein.

Nur 1,5 Kilometern kurbeln wir über die R568, dann biegt der Radweg rechts in eine einspurige geteerte Nebenstraße ein. Die Bäume treten immer mehr zurück und eine kahle Karstlandschaft tritt in den Vordergrund. Allmählich wird das Sträßchen mit bis zu 8% steiler und steigt schließlich auf den letzten 100 Höhenmetern durch ein enges wildes Gebirgstal mit 12% auf eine Höhe von 250 Metern zum Ballaghbeama Gap an. Die einspurige Teerstraße nach Verlassen der R568 ist eine wirklich wunderschöne Strecke, die einen weiten Blick über die kahle Landschaft erlaubt.

Auch auf den schmalen Straßen ist hier mit einigem touristischem Verkehr zu rechnen, der jedoch nur einen verschwindenden Bruchteil des Aufkommens auf dem Ring of Kerry ausmacht.

Von der Passhöhe gibt es eine anfangs steile Abfahrt, die - wie bei der Auffahrt - allmählich flacher wird. Nach einer scharfen S-Kurve fahren wir durch den Weiler Glencar. Wenig später passieren wir den schön liegenden See Acoose. Die Straße steigt wieder etwas an. Nach dem höchsten Punkt blicken wir auf eine weite Ebene mit dem Fluss Laune. Die Berge sind jetzt nicht mehr so hoch und steil. Wir wechseln nun mehrmals die Straße und biegen immer mehr nach Osten ab.

Dunloe ist ein winziger Ort mit einem kleinen Geschäft und einem Hostel. Zum nächsten Campingplatz in Fossa verlässt man in Dunloe den EV1 und kurbelt über Nebenstraßen zur N72 direkt nach Fossa.

Über Campingplätze und Geschäfte entlang dieser Etappe informiert die Streckenübersicht.

Am Ballaghbeama Gap
Bild: Am Ballaghbeama Gap
Karte zur Radtour auf dem EV1 von Ballylickey nach Dunloe
Bild: Karte zur Radtour auf dem EV1 von Ballylickey nach Dunloe
N71 auf der Nordseite des Turners Rock Tunnel
Bild: N71 auf der Nordseite des Turners Rock Tunnel
Kenmare
Bild: Verkehrsstau in Kenmare
Straße zum Ballaghbeama Gap
Bild: Straße zum Ballaghbeama Gap
Lough Acoose
Bild: Lough Acoose
Höhenprofil zur Radtour auf dem EV1 von Ballylickey nach Dunloe
Bild: Höhenprofil zur Radtour auf dem EV1 von Ballylickey nach Dunloe (—»)